Hickhack um Bürgermeisterwahl

Wer künftig Bürgermeister oder -meisterin in Pöhl ist, bleibt offen. In Jocketa gab es bei der Auszählung für den Landtag Probleme.

Pöhl.

Gemeindewahlleiter Christoph Schild schwante es schon gegen 19.30 Uhr: Mit der Stimmenauszählung der Bürgermeisterwahl in Pöhl könnte es sehr spät werden. Die Landtagswahlen mussten zuerst ausgezählt werden, doch ausgerechnet in der Talsperrengemeinde hakte es. Größere Kommunen wie Auerbach und Plauen, wo es auch viel mehr auszuzählen gibt, waren deutlich früher fertig.

Die Probleme gab es im Wahllokal in Jocketa. Dort fehlte nach dem ersten Durchzählen 18.29 Uhr ein Wahlzettel. Also alles von vorn, Zeitverzögerung inklusive. Auf acht zusammengeschobenen Tischen im Speiseraum der Grundschule türmten sich Stapel mit Wahlzetteln der Landtagswahl, während die Wahlhelfer diskutierend um die Tische kreisten. Derweil blieb die Wahlurne zur Bürgermeisterwahl lange Zeit unangetastet. Am späten Sonntagabend, 23.10 Uhr, war dann der Gemeindewahlleiter telefonisch nicht mehr erreichbar.


Offizielle Aussagen zum Wahlausgang gibt es nicht. Unterdessen wird in Pöhl über die Frage, wer denn künftig die Gemeinde führt, eifrig diskutiert. Da es in den anderen Wahllokalen besser funktionierte, liegen die dortigen Ergebnisse vor. Nach unbestätigten Meldungen liegt Bürgermeisterin Daniela Hommel-Kreißl (FDP) vorn, gefolgt von Lothar Kramer (Freie Wähler) und Andreas Sachse (unabhängig). Jedoch soll Daniela Hommel-Kreißl die absolute Mehrheit von 50 Prozent plus X im ersten Wahlgang nicht erreicht haben. Sollte sich das bestätigen, würde die Entscheidung in der Stichwahl fallen. Dort würde für den Bürgermeister-Posten eine einfache Mehrheit der Stimmen reichen.

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