Hickhack um Hallenbad-Saisonstart

Die Wiedereröffnung von Schwimmhalle und Sauna in Plauen verzögert sich. Dies hatte die Stadt bereits mitgeteilt. Die Frage ist aber, warum?

Für Sie berichtet: Gunter Niehus

Frank Lorenz fühlt sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Der Inhaber der Firma HSK Frank Lorenz aus Treuen musste in der Zeitung lesen, dass sich die Wiedereröffnung des Plauener Stadtbads verzögere, weil das neue Blockheizkraftwerk später als geplant - nämlich erst am Mittwoch, den 8. August - in Betrieb genommen werden könne. So hatte es die Stadtverwaltung mitgeteilt.

Keine gute Werbung für Lorenz. Sein Unternehmen liefert das neue Kraftwerk. "Ich wurde von Kollegen süffisant gefragt, ob ich meine Termine nicht halten könne", so der Geschäftsmann gegenüber der "Freien Presse". Doch dies sei nicht der Fall. "Unser Blockheizkraftwerk wurde am Freitag in Betrieb genommen. Wenn es beim Stadtbad Verzögerungen gibt, liegt es jedenfalls nicht an uns." Dies räumt man bei der Stadtverwaltung mittlerweile auch ein. "Wir können Herr Lorenz' Verärgerung verstehen", teilte Pressesprecherin Silvia Weck mit. Die Formulierung der Stadt sei in der Tat etwas unglücklich gewesen. Tatsächlich habe man sich aus energetischen und finanziellen Erwägungen entschieden, die Erwärmung des Beckenwassers erst nach Einbau und unter Nutzung des Blockheizkraftwerks vorzunehmen. "Erfahrungen haben auch gezeigt, dass es zudem günstig ist, eine gewisse Probelaufzeit für das Kraftwerk einzuräumen, um auftretende Fehler beseitigen zu können", so Weck. "So kam der neue Wiedereröffnungstermin zustande." Dies sei nicht in dieser Ausführlichkeit kommuniziert worden.

Dies, so Weck, sei ärgerlich für die Firma. Die Verzögerung an sich hält sie jedoch für vertretbar. Angesichts der heißen Temperaturen geht sie davon aus, dass sich die Nachfrage nach Hallenbad und Sauna ohnehin in Grenzen halte.

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