Howard Carpendale beglückt seine Fans

Keinen Ton gesungen hat der Star bei seinem Plauen-Besuch. Doch das nahm dem Ex-Kugelstoßer kaum jemand krumm - denn er fasste die Fans mit Samthandschuhen an. Doch eines fehlte bei der Autogrammstunde.

Plauen.

Seine sportliche Karriere hat Howard Carpendale längst an den Nagel gehängt. Vor gut 50 Jahren tauschte er sie gegen die Schlagersängerlaufbahn. Dennoch zeigte sich der 73-Jährige am Mittwoch im Einkaufszentrum Plauen-Park fit wie ein Turnschuh. Dort machte er vor Hunderten von Fans Station auf seiner Promo-Tour, die ihn derzeit durch Deutschland führt. Dafür braucht es viel Ausdauer und offenbar auch positive Energie. Denn "Howie" hatte für alle ein freundliches Wort - für diese Publikumsnähe ist er auch bekannt.

Überpünktlich, um genau zu sein, drei Minuten vor 15 Uhr, betrat der gebürtige Südafrikaner die Bühne. Doch er sang keinen Ton, sondern berichtete über die Produktion seinen brandneuen Albums, "Symphonie meines Lebens". Aufgenommen worden sind die zwölf Titel in London in den Abbey Road Studios. Dort habe er um die 90 Stunden für die Aufnahmen am Mikrofon gestanden, erzählte der Künstler.

Lina Köpcke, Studentin aus Chemnitz, hatte einen ganzen Stapel an CDs im Angebot, die wie warme Brötchen weg gingen, oftmals gedacht als Weihnachtsgeschenk, wie zu erfahren war. "Ich kaufe die Scheibe jetzt ungehört", sagte Ute Herold lachend. Ihr Lieblingslied? Das sei ganz klar "Hello again", für sie eine richtige Erkennungsmelodie. Auch Christine Pechmann mag den Song. "Wir sind mit den Liedern von 'Howie' großgeworden", begründete sie, weshalb sie sich extra auf den Weg zu ihrem Idol gemacht hatte. Für eine der Verkäuferinnen des benachbarten Bistros war der Trubel um Carpendale eine willkommene Abwechslung. Auch sie möge seine Musik. Und als Kind, da habe sie ihn sogar heiraten wollen, schmunzelte die Frau.

Es ist übrigens ein Gerücht, dass Männer keine "Howie"-Fans sind. Auch sie reckten in großer Zahl die Hälse, um einen Blick auf den Mann mit dem Schal zu erhaschen. Carpendale aber trug das Accessoire, das zu seinem Markenzeichen geworden ist, diesmal nicht. Es war ja auch ziemlich heiß im Getümmel.

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