In der Kultur "am Ende der Kraft"

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Plauen erwägt erneut Austritt aus Kulturraum

Plauen.

Die Stadt Plauen prüft erneut ihren Austritt aus dem Kulturraum Vogtland-Zwickau. Die bisher entrichtete Umlage über rund 740.000 Euro jährlich ist im Entwurf des Plauener Doppelhaushaltes ab 2022 nicht mehr enthalten. Ein Austritt müsste demzufolge bis 30. Juni dieses Jahres erklärt werden.

"Wir sind am Ende unserer Kraft in Sachen Kultur", verteidigte Kämmerin Ute Göbel vor dem Kultur- und Sportausschuss des Stadtrates den erneuten Vorstoß. Er sei "aus der Not geboren". Göbel erinnerte, dass der Austritt seit langem als Punkt der Haushaltkonsolidierung vorgesehen ist: Die Stadt entlastete den Landkreis mit der Umlage, doch im Gegenzug gelinge es nicht, ihn zur direkten Beteiligung am Theater zu bewegen. Bürgermeister Steffen Zenner (CDU) pflichtete bei: "Der Landkreis hat sich konsolidiert, in Plauen sieht es anders aus."

Die Stadt ist seit Verlust ihrer Kreisfreiheit 2008 freiwilliges Mitglied im Kulturraum. Der Verbund der Landkreise Zwickau und Vogtland sowie der Städte Zwickau und Plauen finanziert regional bedeutsame Kultur. Das per Umlage gesammelte Geld stockt der Freistaat Sachsen dabei zu zwei Dritteln auf. Die Debatte um einen Austritt wird seit Jahren ohne Fortschritt geführt. Bisher gab es nie eine Mehrheit dafür. Stadtrat Lutz Kowalzick (CDU) sieht auch in Zukunft Vorteile der Plauener Mitsprache im Kulturraum. (us)

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