Innovative Abschlussarbeiten und Unternehmen ausgezeichnet

Bereits zum 15. mal hat der Rotary-Club Plauen den Preis in diesem Jahr verliehen. Trotz der langen Tradition gab es diesmal auch eine Neuheit.

Plauen.

Der Abend begann dramatisch. Auf dem Akkordeon spielten junge Musiker zur Begrüßung die Titelmelodie des weltbekannten TV-Dramas Game of Thrones. Doch um Königsmorde ging es nicht bei der 15. Verleihung des Innovationspreises des Rotary-Club Plauen am Donnerstagabend im Haus der IHK Plauen. Stattdessen wurden Studierende und erstmals auch Unternehmen ausgezeichnet, die sich mit ihren innovativen Arbeiten hervorgetan haben.

Tim Jarschel von der Westsächsischen Hochschule Zwickau wurde mit dem zweiten Preis unter den Studierenden ausgezeichnet. In seiner Bachelorarbeit beschäftigte er sich mit dem Thema Big Data. So werden die gigantischen Datenmengen genannt, die täglich im Internet anfallen. Welchen Nutzen Unternehmen daraus ziehen können, das zeigte Jarschel in seiner Arbeit auf. So kann darüber auch das Verhalten von Kunden vorhergesagt werden.

Katharina Schiller von der Fachhochschule Hof wurde für ihre Bachelorarbeit mit dem ersten Preis geehrt. Sie beschäftigte sich mit einer möglichen App, die quasi als Navigationssystem für Geschäfte dient. Nicht nur könnten Kunden damit auf bestimmte Produkte gelenkt werden und schneller das finden, was sie suchen. Unternehmer könnten mit solch einer App auch besser lernen, wie die Kundschaft sich im Laden verhält. "Eine solche Handyapp bietet viel Potenzial und ist auch wichtig wegen der Konkurrenz im Internet", sagte Norbert Ziegler vom Rotary-Club Plauen als Begründung der Jury.

Erstmals ausgezeichnet wurden auch drei Unternehmen aus der Region Südwestsachsen. Insgesamt 15 Firmen waren nominiert. "Wir wollen damit nicht nur die innovativsten Unternehmen auszeichnen, sondern andere auch motivieren", sagte Tobias John vom Verein Südwestsachsen Digital. Ein Preis ging an MG Systems aus Plauen. Die Firma entwickelt Systeme, welche den Bestellprozess aus Onlineshops digital begleiten. So werden darüber Roboter gesteuert, Verpackungen an die Produkte angepasst oder Laufzettel für die Mitarbeiter erstellt. Tizian Lederer von MG Systems zeigte sich überrascht: "Wofür wir hier ausgezeichnet werden, ist eigentlich unser Alltag." Das Preisgeld, so sagte er, soll in ein leckeres Frühstück für das Team investiert werden.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Gewa Music aus Adorf. Das Unternehmen entwickelt eigentlich klassische Musikinstrumente. Doch daneben haben die Adorfer auch ein digitales Schlagzeug entwickelt. Im Gegensatz zu normalen Schlagzeugen können bei der Neuentwicklung Töne direkt an einem angeschlossenen Tablet verändert werden. Mehr als drei Jahre lang hat das Unternehmen daran geforscht. "Für die Entwicklung und Tests haben wir auch gut mit Firmen aus der Region zusammengearbeitet", sagte Dennis Pelz von Gewa Music.

Den ersten Platz des erstmals verliehenen Preises erhielt die IK Elektronik aus Muldenhammer. Das Unternehmen entwickelt ein funkbasiertes System für Stromnetze. Dabei werden Stromerzeugung, -speicherung und -verbrauch miteinander in einem intelligenten Stromnetz verbunden und aufeinander abgestimmt. So sollen Versorgungssicherheit und Netzstabilität erhöht werden. "Das Thema Energiewende spielt derzeit eine große Rolle. Deshalb wollen wir das System immer weiter entwickeln", kündigte Christian Becker von IK Elektronik an. Die Jury wählte dieses Projekt auch deshalb, weil es bereits erfolgreich getestet wurde - mit 50 Musterexemplaren in Berlin.

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