IS-Propaganda: Prozess beginnt

Plauen/Dresden.

Ein Mann aus Syrien soll von seiner Wohnung in Plauen aus Mitglieder und Unterstützer für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeworben haben. Der Prozess gegen den 23-Jährigen beginnt am kommenden Dienstag in dem für solche Verfahren eingerichteten Saal des Staatsschutzsenats am Oberlandesgericht in Dresden. Das teilte das Gericht am Mittwoch mit. Der mutmaßliche IS-Propagandist ist seit Juli 2018 in Untersuchungshaft. Er soll laut Anklage mehrfach IS-Videos, -Bilder und -Nachrichten in Chat-Gruppen im Internet verbreitet haben. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte Ermittlungen in dem Fall vom Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe übernommen. Der Beschuldigte soll 2015 nach Deutschland eingereist sein. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, es bestehe aber ein Abschiebungsverbot, sagte eine Gerichtssprecherin. Für den Prozess sind bisher elf Verhandlungstage angesetzt. (dpa)

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