Jede zweite Schule will Sozialarbeiter

Umfrage des Jugendamtes: Bedarf in allen Schularten

Plauen.

Mindestens jede zweite Schule im Vogtlandkreis - von den Grundschulen bis zu Gymnasien und Berufsschulen - hat Bedarf an Schulsozialarbeit. Das ist Ergebnis einer Umfrage durch das Jugendamt der Kreisverwaltung. Von 92 angeschriebenen Schulen beteiligten sich 75 an der Ermittlung. 50 davon meldeten anhand verschiedener Kriterien Bedarf oder weiteren Bedarf an. Bisher sind an zwölf Ober- und Förderschulen sowie an einem Gymnasium der Region Schulsozialarbeiter tätig.

Zu den vom Jugendamt abgefragten Punkten gehört neben der Anzahl der Schüler insgesamt der Anteil an Schüler mit schulverweigerndem Verhalten, mit sozialpädagogischem Förderbedarf, mit Ordnungswidrigkeitsverfahren und mit Migrationshintergrund. Die Antworten wurden nach einem Punktesystem bewertet, um Prioritäten setzen zu können. Zur Überraschung der Fachleute zieht sich der Bedarf gleichmäßig durch alle Schularten: "Eine deutliche Abgrenzung einer bestimmten Schulart ist nicht erkennbar", so Sabine Junghahn, Sachgebietsleiterin Kinder- und Jugendschutz. Über den Einsatz weiterer Schulsozialarbeiter ab 2020 soll der Jugendhilfeausschuss im Oktober beraten. Die Kreistagsfraktion der Linken hat beantragt, mit den noch vom Freistaat zur Verfügung stehenden Mitteln an den ersten Grundschulen Schulsozialarbeit zu ermöglichen. Bis zu sechs Vollzeitkräfte können finanziert werden. (us)

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