Jetzt leitet eine Doppelspitze das Seniorenkolleg

Die Interessengemeinschaft Plauener Senioren hat sich neu aufgestellt. Die Personalentscheidung ist eine Zwischenlösung.

Plauen.

Nach dem Tod des langjährigen Vereinsvorsitzenden und Gründungsmitglieds des Seniorenkollegs, Joachim Stolze, leitet jetzt eine Doppelspitze die zirka 110 Frauen und Männer zählende Gemeinschaft. Darüber hat Marieluise Popp vom Vorstand jetzt bei einer Zusammenkunft der Mitglieder informiert. Renate Stolze, die Witwe des am 8. Juni verstorbenen Vereinschefs, sowie Maria Oertel lenken die Geschicke des vor 17 Jahren ins Leben gerufenen Zusammenschlusses bis zur nächsten turnusmäßigen Vorstandswahl im Februar. Die Wahl findet alle zwei Jahre statt.

Die von der Bundesregierung und vom Freistaat Sachsen wegen der Corona-Pandemie verfügten Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben auch beim Seniorenkolleg tiefe Spuren hinterlassen. "In den vergangenen sechs Monaten ist ja fast alles ausgefallen", machte Marieluise Popp auf geplante Veranstaltungen aufmerksam, die deshalb nicht stattfinden konnten. "Vier Veranstaltungen haben wir für die Zeit bis zum Jahresende aber retten können", informierte die stellvertretende Vorsitzende weiter. Diese vier Veranstaltungen sind aber nur für Mitglieder. Gäste können nicht teilnehmen, weshalb es dazu auch keine Presseveröffentlichung geben werde.

Der Verein stellt eine Interessengemeinschaft Plauener Senioren dar. Die älteren Plauener beschäftigen sich mit vogtländischer Geschichte, medizinischen Problemen, rechtlichen Themen, mit Natur und Umwelt, Musik und Kultur, unternehmen Exkursionen und Wanderungen sowie gesellige Veranstaltungen. Als Partner für Vorträge stehen dem Seniorenkolleg die Westsächsische Fachhochschule Zwickau, die Staatliche Studienakademie Plauen, das Helios Vogtland-Klinikum, das Vogtlandmuseum, das Vogtland-Theater, die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung und viele Einzelvortragende zur Verfügung.

Das Angebot wird von den betagteren Bürgern Plauens gut angenommen. Bei der Gründung vor 17 Jahren zählte man 36 Mitglieder, beim zehnjährigen Bestehen waren es 79 und jetzt sind es zirka 110. Die vorhandenen Räume reichen kaum mehr aus, um allen Interessierten einen Platz zu bieten. Wegen der gebotenen Corona-Abstandsregeln hat sich diese Situation noch zugespitzt. Deshalb hatte das Kolleg seine jüngste Informationsveranstaltung auch in zwei Durchgängen abgehalten. Demnächst könnte bei Treffen wieder so verfahren werden, wurde mitgeteilt.

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