Jugendliche sichern sich zur Freibad-Eröffnung in Plauen die besten Plätze

Bei Lufttemperaturen um die 20 Grad hielt sich Pfingstmontag der Andrang am ersten Öffnungstag der Plauener Freibäder noch in Grenzen. Zwei 14-Jährige wollten dennoch auf Nummer sicher gehen.

Plauen. Zeitiges Kommen sichert die besten Plätze. Das haben sich Max Schönrich und Dennis van Houwelingen am Pfingstsonntag gedacht und ihr Zelt auf dem Parkplatz vor dem Eingang des Freibades Haselbrunn aufgestellt. "Wir wollten zur Baderöffnung am Montagvormittag die ersten sein", erklärte Max Schönrich. Das haben die beiden 14-Jährigen geschafft. Um 10 Uhr zogen sie als erste zwei von 378 Nummern, die ab jetzt wegen der Auflagen aufgrund des Coronavirus die Zahl der Badegäste begrenzen.

Am Vormittag sonnten sie sich zusammen mit Freunden auf der Liegewiese. Schwimmen wollten sie am Nachmittag. Zeit hatten sie genug: "Wir sind den ganzen Tag hier." Im Schwimmbecken zog um diese Zeit nur ein einzelner Herr seine Bahnen. "Das Wasser hat 18 Grad", ließ Bademeister Kasim Atris wissen. Der 26-Jährige stand strahlend am Beckenrand. Seine Chefs haben sich erfolgreich gegen seine drohende Abschiebung in den Libanon gewehrt, ebenso die Ausländerbehörde und der Sächsische Flüchtlingsrat. Der Bademeister achtet in diesen Tagen und Wochen nicht nur auf die Schwimmer im Becken, sondern auch auf deren Anzahl. Denn höchsten zehn Leute dürfen in eine Bahn. Im übrigen Gelände gilt wie überall der Mindestabstand von 1,50 Meter.

"Die Liegewiese hinter den Kabinen ist abgesperrt", zeigte Kassiererin Sandy Böhme auf den dahinter aufgestellten Bauzaun. Dieses Gelände können die Badverantwortlichen nicht einsehen. Allein die Liegewiese des Freibades Haselbrunn macht 16.000 Quadratmeter aus, berichtete Objektleiter Steffen Köhler. Da stehe reichlich Platz zur Verfügung. Dass sich 378 Badegäste gleichzeitig im Stadion aufhalten, komme im Hochsommer vor. Zurzeit sei das noch kein Thema.

Gestartet worden ist am Montag auch die Saison im Freibad Preißelpöhl. Dort lag die Wassertemperatur um die Mittagszeit im Schwimmerbecken bei 19 Grad und im Nichtschwimmerbereich bei 18 Grad. "Wir sind hier ein Familienbad", umschrieb Objektleiter Mario Weich den Charakter der Anlage an der Bertrand-Roth-Straße. Gegen 13 Uhr tummelten sich trotz nicht allzu hoher Lufttemperaturen, aber bei viel Sonnenschein, um die 20 Frauen, Männer und Kinder auf dem Gelände. In Preißelpöhl dürfen sich höchstens 285 Leute gleichzeitig im Freibad aufhalten.

Das Wetter verspricht weiter Sonnenschein. Das wollen die beiden Jungs vom Haselbrunner Bad ausnutzen. "Wir werden auch morgen wieder hier sein", meinten sie. Wegen Corona sei der Schulunterricht derzeit eingeschränkt.

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