Junge Generation hält Geschichte lebendig

30 Jahre Wende Schüler aus Plauen und Selb haben ein gemeinsames Wende-Kunstprojekt gestartet. 2020 ist etwas Besonderes geplant.

Plauen.

Das Berufsschulzentrum e.o.plauen an der Uferstraße und die Staatliche Fachschule für Produktdesign in Selb im Landkreis Wunsiedel haben am Donnerstag ein Kunstprojekt in Erinnerung an die Friedliche Revolution und Grenzöffnung im Jahr 1989 sowie an die Deutsche Einheit im Jahr 1990 gestartet. Etwa 60 Jugendliche aus Oberfranken und aus dem Vogtland hörten zum Auftakt im Vogtlandkonservatorium zunächst einen Kurzvortrag des ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiters im Vogtlandmuseum, Gerd Naumann. Er wirkt als fachlicher Ratgeber mit.

Anschließend wurde der vor zehn Jahren zum 20-Jährigen der Wende entstandene Dokumentarfilm des Plauener Filmemachers Tino Peisker "40 Jahre sind genug" gezeigt. Es folgte ein Zeitzeugengespräch, an dem unter anderem Detlev Braun beteiligt war. Ihm waren vor 30 Jahren auch Filmaufnahmen der durch Plauen rollenden Flüchtlingszüge aus der Prager Botschaft gelungen. Auch ein ehemaliger Grenzer gab Auskunft. Die Schauplätze von damals in Plauen sind besichtigt worden. Eine Besprechung der weiteren Arbeit an dem Projekt bildete den Abschluss des gemeinsamen Tages.

Ziel des vom Freistaat Sachsen mit 26.180 Euro geförderten Vorhabens ist es, die drei Jahrzehnte zurückliegenden bedeutenden geschichtlichen Ereignisse bei der jungen Generation wach und lebendig zu halten. Als Höhepunkt sind im Herbst 2020 in Hof und in Plauen anlässlich 30 Jahren deutsche Einheit das Aufstellen jeweils eines Kunstobjektes im öffentlichen Raum sowie eine Bildserie als Ausstellung vorgesehen. Die in den Städten aufzustellenden Kunstobjekte sollen dabei jeweils die Rolle der beiden Städte symbolisieren und sich ergänzen. Als Standorte sind in beiden Kommunen die Rathäuser genannt worden.

"Das hat Deutschland und ganz Europa verändert. Das wollen wir weitergeben an die Generationen, die ganz anders groß geworden sind", hat Plauens Kulturbürgermeister Steffen Zenner (CDU) kürzlich von dem Vorhaben gesprochen. "Das wird nicht einfach für die jungen Leute", schätzte der Plauener Künstler und Kunstlehrer an dem Plauener Schulzentrum die Aufgabe als Herausforderung ein. Dieser Herausforderung wollen sich die jungen Leute aber stellen, die am Donnerstag noch während des Dokumentarfilms mit ihren Aufzeichnungen begonnen haben.

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