Kameras zählen jetzt in Treuen den Verkehr

Das Verkehrskonzept der Trebastadt stammt aus den 1990er-Jahren und gilt als überholt. Nun sollen Planer ein neues erstellen. Auch ein drängendes Problem rückt dabei wieder mit in das Blickfeld.

Treuen.

Seit über einem Jahr wird in Treuen über ein neues Verkehrskonzept beraten, jetzt geht es Schlag auf Schlag: Nachdem der Technische Ausschuss des Stadtrates vergangene Woche die Planungsleistungen für die Erarbeitung des Verkehrskonzeptes vergeben hat, wurde am gestrigen Montag mit einer Verkehrszählung dafür begonnen. Schwerpunkte der Verkehrszählung sind die Staatsstraße 299 (Herlasgrüner Straße bzw. Ortsumgehung Treuen) sowie das Stadtgebiet. Die Zählung erfolgt unter Einsatz von Videokameras bis Ende der Woche, teilt die Stadtverwaltung mit.

Die Videoaufzeichnungen erfolgten laut Stadt in einer geringen Bildqualität, "die gerade noch die jeweilige Fahrzeugart erkennen lässt, sodass eine Klassifizierung der gezählten Kraftfahrzeuge möglich ist und Krad, Pkw, Lieferwagen, Lkw, Lastzug unterschieden werden können. "In keiner Weise können sowohl Kfz-Kennzeichen als auch Gesichter von Personen erkannt werden, hierfür ist die Bildauflösung viel zu gering. Ebenso können mit diesen Systemen keine Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden", heißt es in Hinblick auf etwaige Befürchtungen der Bürger. Die gesammelten Videodaten dienten ausschließlich dem Zweck, die Verkehrsströme an Straßenkreuzungen und Straßeneinmündungen zu ermitteln.

Aufgrund der bevorstehenden Baumaßnahmen an der Anschlussstelle Treuen der Autobahn 72, die ab August geplant sind, sowie den nahenden Sommerferien habe man in Abstimmung mit dem Planungsbüro kurzfristig entschieden, die Verkehrszählungen noch vor der Sommerpause durchzuführen, um ein möglichst realistischeres Bild vom alltäglichen Verkehrsaufkommen im Treuener Stadtgebiet zu erhalten.

Der Grundsatzbeschluss, ein neues Verkehrskonzept für Treuen und die Ortsteile und Ortschaften in Auftrag zu geben, hatte der Stadtrat im vergangenen Jahr gefasst. Das letzte Verkehrskonzept war Anfang der 1990er Jahren erstellt worden. Es gilt inzwischen als veraltet, da sich durch die Erschließung von Gewerbegebieten und den Bau neuer Straßen andere Verkehrsströme ergeben haben. Der jüngste Beschluss des Stadtrates steht in Zusammenhang mit den Diskussionen über fehlende Radwege entlang wichtiger Straße und den fehlenden sicheren Querungsmöglichkeiten der Autobahn für Fußgänger und Radfahrer.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.