Kauschwitzer schmieden Pläne für schöneren Ort

Der bisherige Ortsvorsteher Ingo Eckardt und seine Stellvertreterin Gabriele Wunderlich sind in ihren Ehrenämtern bestätigt. Neue Projekte der Ortsteilvertreter wurden in deren erster Sitzung weiter vorangetrieben.

Kauschwitz.

Rechnet man das zum Ortsteil gehörende Zwoschwitz dazu, dann hat die Einwohnerzahl von Kauschwitz zum Stichtag 30. Juni genau 914 betragen. Das sind 31 weniger als ein Jahr davor. Im Jahr 2020 werden die bei der Abstimmung am 26. Mai wiedergewählten fünf Ortschaftsräte demnach 8226 Euro ausgeben können - 279 weniger als 2019. Für jeden Einwohner zahlt die Stadt Plauen neun Euro an die Ortsteilvertretungen. Was mit dem Geld ab Januar gemacht werden soll, darüber haben die zwei Frauen und drei Männer am Mittwoch nach der konstituierenden Sitzung mit Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) einen Beschluss gefasst.

Demnach fließen 3000 Euro in den Bau eines Zaunes am Sportplatz an der Zwoschwitzer Straße. 1500 Euro sind als Zuschuss für den jährlichen Besuchermagnet im Dorf, den Ritterguts-Advent, vorgesehen. Mit 500 Euro wollen die Räte ein Sommerfest organisieren. Für die Bepflanzung von Kübeln geben die Kauschwitzer 360 Euro aus, für Vereine 250 Euro, für Reparaturen 200 Euro, für übrige Baumaßnahmen bleibt eine Reserve von 156 Euro. Zur Information und Dokumentation stehen dem Ortschaftsrat 260 Euro zur Verfügung.


In der Auflistung fehlt ein Projekt, das bereits in diesem Jahr angeschoben worden ist und für Wanderer eine Bereicherung werden soll. Der am Plauener Rundwanderweg gelegene Rastplatz "Drei Eichen" an der Einmündung des Weges Zur alten Rennbahn in den Bürschelweg erhält eine Informationstafel, die diesen Namen auch verdient. Ortschronistin Waltraud Klopfer hat den Räten einen Entwurf vorgelegt. Er ist mit Bildern und Texten unter anderem zur einstigen Radrennbahn, zum Tannenhof, einem alten Steinbruch sowie zur Siedlung Kauschwitz versehen. Eine übersichtliche Flurkarte soll auch enthalten sein. Alle abgebildeten Orte befinden sich ganz in der Nähe der "Drei Eichen".

"Wir haben dazu ein Angebot vorliegen", informierte der wiedergewählte Ortsvorsteher Ingo Eckardt. Die Konstruktion soll aus Edelstahl bestehen. Weil Wurzelwerk der Eichen nicht beschädigt werden darf, planen die Kauschwitzer die Befestigung der Tafel an einem größeren Felsbrocken. "Wir haben schon einen im Rittergut", ließ Andy Wiese vom Rittergutsverein wissen.

Die Entwicklung des Rittergutes hatte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) nach der Verpflichtung der Ortsteilvertreter ausdrücklich gelobt. "Da ist etwas geworden", sagte der Rathauschef. Lange Zeit sei damit nicht zu rechnen gewesen. Worauf die Kauschwitzer jetzt aber noch warten, bekam Oberdorfer in der Sitzung von Einwohnern und Ortschaftsräten zu hören.

Die Schwachpunkte seien seit längerem bekannt, werden aber dennoch immer wieder nach hinten verschoben: Der Straßen- und Fußwegbau der Engstelle ohne Fußweg an der Zwoschitzer Straße und der Anschluss an das Breitbandnetz. Laut Oberdorfer bemüht sich die Stadt beim Freistaat um Fördermittel für den Straßenbau: "Es geht darum, dass es dieses Jahr klappt." Bisher habe man jedoch nur eine von sechs eingereichten Maßnahmen bestätigt bekommen. Was das Verlegen des Breitbandkabels für Internetanschlüsse angeht, sagte Oberdorfer: "Kauschwitz ist das, was sich am schlechtesten rechnet." Darum drängelten sich die Firmen nicht gerade, was das Verlegen von Internetanschlüssen bis an die Wohnhäuser angehe. Aller Wahrscheinlichkeit nach würden das die Stadtwerke Plauen selbst machen. Im nächsten Frühjahr könne eventuell damit angefangen werden, stellte der OB in Aussicht.

Das war aber noch nicht alles, was den Versammelten auf den Nägeln brannte: "Ihr habt die Panzerstraße zugemacht und wir ersticken hier im Verkehr", beschwerte sich Gero Wiese über die durch das Dorf fahrenden Autos. Zur Panzerstraße habe es einen Bürgerentscheid gegeben, erinnerte Oberdorfer. Daran müsse man sich halten. Am verstärkten Verkehrsaufkommen im Ort könnte eventuell auch die Baustelle an der Plamag mitverantwortlich sein, gab Ortsvorsteher Ingo Eckardt zu bedenken.

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