Kindercafé Mücke wieder geöffnet

Die Erleichterung in der Ostvorstadt ist groß. Die vom Aus bedrohte Freizeiteinrichtung kann seit Montag wieder besucht werden.

Plauen.

Das Kindercafé Mücke hat seit Montag wieder geöffnet. Weil es Streit um die Finanzierung gibt, drohte die Schließung. Doch als der Ortsverband des Deutschen Kinderschutzbundes kurz vor Weihnachten Alarm schlug, kam es in der Ostvorstadt zu einem riesigen Aufschrei. Denn das Kindercafé Mücke feiert in diesem Jahr den 25. Geburtstag. Hunderte Kinder gingen hier seit der Eröffnung im Jahr 1995 ein und aus. Und immer wieder gab es Verwaltungsangestellte, die sich mit dem Rotstift versuchten.

Karla Rockoff und Dorothee Enders vom Kindercafé-Team möchten sich auch diesmal bedanken: "Wir waren überwältigt vom kollektiven Widerspruch der Bevölkerung. Solch ein Echo hatten wir nicht erwartet." Das Lauffeuer hatte auch der 1. FC Wacker Plauen mit entfacht. Der Fußballverein lebt das Ehrenamt und vorbildliche Jugendarbeit vor. Vereins-Chef Andreas Seidel war früher selbst ein "Mücke-Kind". Sein Sohn Kalle kickt bereits bei den Wacker-Rabauken. Und er soll später genau wie alle anderen Kinder aus der Ostvorstadt und dem Mammengebiet die tollen Freizeitangebote in den Räumlichkeiten an der Stöckigter Straße 38 nutzen dürfen. Beim 1. FC Wacker begrüßt man die Wiedereröffnung des Cafés. Der Verein bittet Politiker sowie Stadt- und Landkreisverwaltung, die Prioritätenliste zu überdenken. "Kinder müssten eigentlich auf Platz eins stehen, oder? Sie sind schließlich die einzige Zukunft, die wir haben."

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