Kindergarten Elsterberg nimmt renovierte Räume in Betrieb

Trotz rückläufiger Auslastung hat die Stadt in den Kindergarten Zitronenbäumchen investiert. Ein altes Geruchsproblem ist beseitigt. Aber etwas stinkt den Elsterbergern doch noch.

Elsterberg.

Großer Bahnhof am Mittwoch im Elsterberger Kindergarten Zitronenbäumchen: Im Beisein von Vertretern aus Baufirmen und Stadt sowie Eltern, Erziehern und Kindern ist die obere Etage mit zwei neuen Gruppenräumen, Schlafraum und Flur offiziell übergeben worden. Für rund 158.000 Euro hat die Stadt die Räume für die Krippenkinder saniert.

Gebaut wurde von Anfang März bis Anfang September. Corona wirkte sich in diesem Fall förderlich aus, da der Kindergarten zeitweise geschlossen und damit Baufreiheit vorhanden war.

Vor Beginn der Arbeiten waren Messungen der Raumluft in dem 1955 gebauten und Anfang der 1960er Jahre aufgestockten Haus erfolgt: "Wenn man vorher hier hoch kam, roch es komisch. Das ist jetzt weg", erklärte Sebastian Gläser, der den Kindergarten selbst besucht hat und jetzt Elternvertreter ist. "Wir haben das von Anfang an sehr ernst genommen und im Sinne der Kinder alles Machbare in die Wege geleitet", sagte Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP). Bei dem Geruch sei unklar gewesen, woher er kam. Jetzt wurde der Fußbodenbelag zu den Wänden abgedichtet. "Die Messergebnisse waren in Ordnung", sagte das Stadtoberhaupt.

Die Räume wurden gedämmt, sodass es im Sommer angenehm kühl bleibt. "Im Winter werden wir das an der Heizkostenabrechnung spüren. Es dürfte einiges gespart werden", meint der Bürgermeister. Er dankte allen, die in der Bauzeit Einschränkungen hinnehmen mussten. Die Sanierung war der zweite Abschnitt, nachdem vor zwei Jahren bereits die unteren Räume schick gemacht wurden.

Die Kinder bedankten sich für das neue Ambiente mit einem Lied und Fingerspielen. Zusammen mit dem Bürgermeister durfte Isabella dann das Band durchschneiden. Bei der anschließenden Besichtigung begutachteten die Gäste die sanierten Räume.

Da die Krippe in Trägerschaft der Reichenbacher Arbeiterwohlfahrt nur zur Hälfte ausgelastet ist, werden die neuen Räume auch von Kindergartenkindern genutzt. Gegenwärtig sind 63 Kinder für die 126 Plätze angemeldet. "Wir haben in den vergangenen Jahren immer viele Schulanfänger abgegeben. Jetzt rücken zu wenige kleine Kinder nach", so Leiterin Sylvia Pabst. Ein weiteres Problem sei die Lage der von Thüringen umgebenen Enklave Elsterberg. Kinder aus umliegenden Kommunen kommen nur, wenn in Thüringer Kindergärten kein Platz ist. "Wir haben das auch schon mit der Bundestagsabgeordneten Yonne Magwas besprochen. Manche Eltern, die hier arbeiten, würden ihre Kinder gern zu uns bringen, aber in beiden Ländern herrschen unterschiedliche Bedingungen", so die Kita-Leiterin. Der Bürgermeister ergänzte: "Anders als bei den Schulen fehlt hier ein Staatsvertrag."

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