Kindergarten: Umbau macht Fortschritte

Bis Mitte 2021 soll der neue Kindergarten in der Elsteraue fertig werden. In den alten Fabrikhallen gab es bereits die ersten unerwarteten Überraschungen.

Plauen.

Noch hat Bauingenieurin Dina Wolf keine Kinder. Aber wenn es so wäre, würde sie ihre Kinder "auf jeden Fall" für den Kindergarten in der Elsteraue anmelden, wie sie sagt: "Der wird schön", versichert die 29-jährige Falkensteinerin. Sie ist in der Gebäude- und Anlagenverwaltung der Stadt Plauen seit 2012 für Baumaßnahmen in deren Kindergärten zuständig.

Die Einrichtung, die derzeit auf dem Gelände der Hempelschen Fabrik entsteht, ist dabei der erste Neubau, den sie begleitet. Obwohl: Ein reiner Neubau ist ja auch dieses Vorhaben nicht. Zwei alte Produktionshallen, eine davon aufgrund von Kreuzgewölben unter Denkmalschutz stehend, sind bis auf die Grundmauern entkernt und bleiben erhalten. Ergänzt und miteinander verbunden werden sie durch einen Zwischenbau.


Bis Mitte 2021 soll das Vorhaben fertig sein und 120 neue, in Plauen dringend benötigte Plätze zur Kinderbetreuung bieten. Zum Vergleich: Die 2011 eingeweihte Kita Sonnenblume in der Nachbarschaft hat 90 Plätze. Knapp zwei Millionen Euro kostete der Neubau. Dieses Mal werden Bund, Land und Stadt rund sieben Millionen Euro investieren.

Ursprünglich war die Fertigstellung bis Dezember 2020 geplant. Bis zum Frühjahr lagen die Ende 2018 begonnenen Arbeiten noch im Zeitplan. Inzwischen stießen die Bauarbeiter der Firmen Weis und Dally auf Überraschungen: An einigen Stellen war die Gebäudesubstanz bereits deutlich schlechter als zum Planungszeitpunkt. Außenwände mussten abgebrochen und neu aufgemauert werden. Die zur Gebäudegründung verwendeten Natursteinfundamente entpuppten sich als wuchtiger als nach den Voruntersuchungen erwartet, so dass nicht ohne Weiteres gebohrt werden konnte und die Technologie geändert werden musste. An anderen Stellen machte ein doppelter Fußbodenaufbau doppelte Arbeit. Dina Wolf, der das Zwickauer Planungsbüro HSP zur Seite steht, ist mit dem momentanen Fortschritt trotzdem zufrieden.

Auf dem Gelände der Hempelschen Fabrik wurden früher Stoffe veredelt. In der Elsteraue war sie mit über einem Hektar Fläche der größte Betrieb. Zum Gelände gehören auch zwei alte Villen sowie die dreigeschossige Halle 1. In ihr ist ein Kreativ- und Gründerzentrum geplant. Dort tut sich bisher nichts. Wird sie bis 2021 unansehnlich neben der Kita stehen bleiben? Dina Wolf hebt die Schultern. Nicht ihre Baustelle.

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