Kita-Beiträge sollen pausieren

Oberbürgermeister: 2019 soll Eltern-Anteil für Kinderbetreuung nicht erhöht werden

Kommendes Jahr sollen die Kosten, die Eltern für Krippen, Kitas und Horte in Plauen zahlen, nicht steigen. So plant es Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP), wie er mitteilte. Hintergrund ist, dass der Freistaat ab 1. Juli 2019 den Landeszuschuss zur Kinder-Tagesbetreuung erhöhen will: von dann 2.455 Euro um 300 Euro auf 2.755 Euro pro Jahr und 9-Stunden-Kind. Deshalb soll in Plauen eine Übergangsregelung gelten, so der OB. Statt die Gebühren jährlich an Betriebskosten anzupassen, sollen nächstes Jahr die gleichen Beiträge wie in diesem Jahr gelten.

Nach Angaben von Bürgermeister Steffen Zenner (CDU) wurden im vorigen Jahr in Plauen rund 24 Millionen Euro für Nachwuchs-Betreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen aufgewendet. Der Anteil der Stadt Plauen habe dabei 10,4 Millionen Euro betragen, der Anteil des Freistaates 8,1 Millionen Euro und der Anteil der Eltern 4,5 Millionen Euro, so Zenner.

Für 2020 und die Folgejahre, fügte Oberdorfer hinzu, sollen die Elternbeiträge an die gesetzlichen Untergrenzen angepasst werden. Diese betrügen für Krippen, Kindergärten und Horte gegenwärtig 20 Prozent der Personal- und Sachkosten. "Die Verwaltung wird dafür in 2019 eine entsprechende Änderungssatzung erarbeiten und dem Stadtrat zur Beratung vorlegen", so der OB. Für die Eltern würde dies bedeuten, erklärte er, dass sie dann nur noch zu einem Fünftel an den tatsächlichen Kosten für einen Kita-Platz beteiligt würden.

Benjamin Zabel, Fraktionschef von SPD/Grünen im Stadtrat, begrüßte das Vorhaben und bezeichnete es während des Treffs der Bürgervertreter am Dienstag als "gute Sache": "Chapeau!", sagte er Richtung OB. (em)

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