Kitabeiträge in Plauen vorerst weiter stabil

Stadtverwaltung schließt Erhöhung im Jahr 2022 allerdings nicht aus

Plauen.

Die Elternbeiträge für die Betreuung der Kinder in Tageseinrichtungen der Stadt Plauen sind derzeit stabil. Das sollen sie, wenn es nach den Stadträten geht, auch im Jahr 2021 bleiben. Die Bürgervertreter hatten dies im November beschlossen, nachdem es in den Jahren zuvor regelmäßig Beitragserhöhungen gegeben hatte.

Die Personal- und Sachkosten seien indes trotzdem gestiegen, sagte Lutz Schäfer, Plauens Fachbereichsleiter für Soziales, im jüngsten Bildungsausschuss. Das habe einen Einfluss auf die Betreuungskosten: sie verteuerten sich, nicht aber die Beiträge. Unendlich erhöhen könnten sich die Kosten ohne finanzielle Konsequenz für die Eltern jedoch nicht, so Schäfer. Bei weiteren wesentlichen Steigerungen müsse laut Sächsischem Kita-Gesetz über eine Anpassung nachgedacht werden. Doch bevor dies geschehe, so Schäfer, bedürfe es eines erneuten Stadtratsbeschlusses.

Von einer erneuten Mehrbelastung wollen viele Stadträte nichts wissen, wie sie jetzt schon einmal rein vorsorglich klarmachten. So hatten sich im Bildungsausschuss zum Beispiel Dirk Stenzel (CDU) und Bürgermeister Steffen Zenner (CDU) sogar für die Streichung der kompletten Kosten ausgesprochen - eine Steilvorlage für die SPD: Juliane Pfeil, Fraktionschefin von SPD/Grüne/Initiative Plauen, freute sich über die, wie sie sagte, "gute Argumentation" von Zenner und Co. Pfeil hatte schon oft eine Abschaffung der Beiträge gefordert. "Nun müssen Sie das nur noch auf Landesebene vertreten", forderte die ehemalige Landtagsabgeordnete auf. Denn ob der Freistaat Sachsen eventuell die Kitabeiträge übernimmt, wird nicht in Plauen entschieden.

Für einen Krippenplatz (9 Stunden) betragen die Gesamtkosten in Plauen aktuell 1309 Euro pro Montag. Eltern zahlen 201 Euro Monatsbeitrag. Ein Kindergartenplatz (9 Stunden) schlägt mit 545 Euro zu Buche, für Eltern mit 116 Euro. Hortkinder kosten 294 Euro, wovon Eltern derzeit 64 Euro zahlen müssen.

CDU-Stadtrat Stenzel, der als Rechtsanwalt tätig ist, sagte, er habe Einblick in die Verdienstverhältnisse Plauener Eltern. Die meisten, so der Arbeitsrechtler, würden nur knapp über dem Mindestlohn verdienen.

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