Kleintier-Schau: Der beste Rammler kommt aus Weischlitz

Aussteller aus Sachsen, Bayern und Thüringen zeigten am Wochenende in Weischlitz ihre besten Rammler. Viele der insgesamt 450 Tiere wurden vor Ort verkauft.

Weischlitz.

Bei den Weischlitzer Kleintierzüchtern bleibt alles beim Alten. Vereinschef Thomas Tschanter hat mal wieder die hochwertigste Rammler-Kollektion aller Aussteller präsentiert. Eines seiner rotbraunen Hasenkaninchen wurde von den Preisrichtern zum besten Tier der Schau im Vereinsdomizil "Alte Schäferei" gekürt.

Vom Himmel fallen diese Bewertungen nicht, weiß der Vereinschef: "Es gehört viel Erfahrung dazu. Ich beschäftige mich schon seit meiner Kindheit mit dieser Rasse." Unterm Strich ist der Züchter mit der Resonanz auf die Veranstaltung zufrieden. "Wir hatten übers Wochenende 300 zahlende Besucher", sagte er. Überwiegend handelte es sich um Fachpublikum. Viele Züchter kauften Kaninchen für die neue Zuchtsaison. "Damit hat die Ausstellung ihren Zweck erfüllt", bilanzierte Tschanter.

Vor vier Jahren setzte sich der Weischlitzer beim Territorialverband Plauen für die Wiederbelebung der offenen Vogtländischen Rammlerschau ein. Seit 2015 findet sie im Wechsel mit der Vogtländischen Rassekaninchenschau in der Veranstaltungshalle des Möbelhauses Biller alle zwei Jahre statt.

Der Ausstellungsleiter legt großen Wert darauf, dass die interessierten Besucher ihre Favoriten vor dem Kauf genau unter die Lupe nehmen können. "Bei uns gibt es die Möglichkeit, die Tiere zur Begutachtung aus den Käfigen zu holen." Er kenne keine andere Ausstellung, wo dies möglich ist.

Robby Scheibe hatte die Qual der Wahl. In den Käfigen gab es 70 verschiedene Rassen zu entdecken. Die schwersten Rammler brachten acht Kilogramm auf die Waage. Der aus Markleeberg stammende Kaninchenfreund entschied sich für einen Rammler und zwei Häsinnen der Rasse Castor Rex. "Die haben mir am besten gefallen." Vereinsvorsitzender Tschanter gab ihm bei der Auswahl der Tiere noch einige Tipps.

Vor über einem Jahr trat der Randleipziger in den Weischlitzer Kleintierzüchterverein ein. "Die Arbeit hat mich ins Vogtland geführt", verriet der 36-Jährige, der heute in Steins wohnt. Da ein Teil seiner Verwandtschaft ebenfalls in der Gemeinde lebt, sei ihm der Wechsel nicht schwer gefallen. Beruflich fasste er in einem Plauener Fuhrbetrieb Fuß. Nun will sich der Wahlvogtländer in seiner Freizeit vermehrt den Kaninchen widmen. Zur Vereinsschau - sie geht an gleicher Stelle Anfang November dieses Jahres über die Bühne - will er erstmals eine Gruppe seiner samtweichen Lieblingskaninchen ausstellen.

Zur Preisübergabe gab es gestern von den Ausstellern aus Sachsen, Bayern und Thüringen noch einmal viel Applaus. Am Samstag wurde die Ausstellung vom Plauener Territorial-Verbandsleiter Ronny Tunger eröffnet. Für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurde der Weischlitzer Friedhold Roth geehrt. Insgesamt hat sich die Mitgliederzahl positiv entwickelt, weiß Tschanter. Aktuell gehen 50 Vereinsmitglieder ihrem Hobby nach. "Allein im Dezember kamen fünf neue Mitglieder dazu."

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