Konjunktur schwächelt

Erste Firmen im Vogtland mit Kurzarbeit

Plauen.

Erste Industrieunternehmen im Vogtland fahren aufgrund einer verhaltenen Auftragslage in der Metall- und Automobilbranche Kurzarbeit. Das sagte die Plauener Arbeitsagentur-Chefin Helga Lutz auf Anfrage der "Freien Presse". Welche Firmen konkret betroffen sind, ließ sie offen. "Es ist nicht mit Panik zu sehen", betonte sie.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt schätzt die Agenturchefin weiterhin als gut ein. Die Arbeitslosenquote im Vogtland lag zuletzt bei 4,4 Prozent (August: 4,7 Prozent) Ein Gradmesser für die abkühlende Stimmung in der regionalen Wirtschaft sei jedoch auch, dass Firmenchefs zuletzt weniger Zeitarbeitskräfte nachfragten. "Das ist ein erster Seismograf, dass sich die Stimmung verschlechtert", sagte Lutz.

Diese Einschätzung bestätigt Sina Krieger, kommissarische Geschäftsführerin der Plauener Regionalvertretung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz. Krieger betonte jedoch auch, dass das Vogtland im Vergleich zu anderen Regionen - etwa Zwickau oder das Erzgebirge - auch aufgrund der breit aufgestellten wirtschaftlichen Struktur noch gut dastehe. Größere Insolvenzen seien nicht zu verzeichnen. "Wir erwarten aber eine Konjunkturabkühlung", sagte Krieger. "Es war aber auch allen klar, dass es unter den gegebenen Vorzeichen, angefangen bei den Unsicherheiten durch den Brexit, auf dem hohen Niveau nicht weitergehen konnte."

Unternehmer agieren aufgrund der verhalteneren Auftragslage zurückhaltender, stellten beispielsweise geplante Investitionen zurück, registriert die IHK. Ein Firmenchef bestätigte im Gespräch die Situation. (nij)

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