Konzept für Kleingärten: Kostenfrage ungeklärt

Ausschuss stimmt zu - Steffen: "Sparten haben Schicksal in ihrer Hand"

Plauen.

Teil B des Plauener Kleingartenkonzeptes hat am Montagabend den Stadtbau- und Umweltausschuss passiert, dennoch bleibt noch allerlei Gesprächs- und Entscheidungsbedarf. Der Ausschuss stimmte dem Papier nach kontroverser Debatte mit 5:1 Stimmen bei zwei Enthaltungen zu. Damit liegt der Ball beim Stadtrat, der am 30. April abschließend entscheiden soll. Doch wer in welchem Maße die Kosten für die Umgestaltung trägt, das blieb offen. Die Anzahl der Kleingärten dürfte laut Konzept bis 2035 von 6200 auf 5000 und die Anzahl der Sparten von 134 auf 110 sinken. Dieser Prozess, darüber herrschte Einigkeit, braucht die Hilfe der Stadt.

"Jede einzelne Kleingartenanlage hat ihr Schicksal in ihrer Hand." Das betonte Gerd Steffen, Geschäftsführer im Regionalverband Vogtländischer Kleingärtner, unter dessen Führung die gemeinsame Arbeitsgruppe aus Kleingärtnern, Stadträten und Stadtverwaltung den Bericht erarbeitet hatte. Das Papier sei eine Arbeitsgrundlage. Sparten, die im Bericht der Kategorie "Sehr hoher Handlungsdruck" zugeordnet sind, könnten sich stabilisieren.

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Gerd Steffen erhielt Rederecht im Ausschuss und plädierte dafür, 98Einzelverträge in einen Generalpachtvertrag zu überführen und die Finanzierung auf neue Beine zu stellen. Dass mehrere Passagen des Arbeitsgruppen-Berichtes im Rathaus unabgestimmt geändert wurden, kritisierte er scharf - einige Stadträte gaben ihm Recht. Dem Stadtrat wird daher zur Entscheidung das Original vorgelegt, nicht der modifizierte Verwaltungsbericht.

Dieter Rappenhöner (Grüne), Klaus Jäger (Linke) und weitere Stadträte bescheinigten der Arbeitsgruppe effektive Herangehensweise, Konsenswillen und eine gute Analysearbeit. Aus CDU-Reihen gab es Kritik, dem Papier mangele es an Sicht der Stadt. Diese machte Baubürgermeister Levente Sárközy dann deutlich: "Das ist eine Vorlage des OB, nicht des Kleingarten-Verbandes." Man sei sich weitgehend einig. Die Stadt "sperrt sich nicht gegen Hilfe", betonte Sárközy, pauschale Zahlungen werde es jedoch nicht geben.

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