Kreistag gibt Plänen für Berufsschulen im Vogtland seinen Segen

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Alle Standorte bleiben erhalten - Laut Prognose künftig mehr Schüler

Plauen.

Einmütig hat der Kreistag des Vogtlandkreises den Plänen des Freistaates Sachsen für das künftige Ausbildungsangebot an den berufsbildenden Schulen im Vogtlandkreis zugestimmt - und zugleich bestimmte Bedingungen dafür genannt. So muss der Standort Falkenstein des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) trotz des Verlusts von Berufsfeldern bis mindestens 2030 erhalten bleiben und der Standort für den Ausbildungsberuf Forstwirt die zentrale Ausbildungsstätte Bad Reiboldsgrün werden. Drittens soll das BSZ Reichenbach künftig nicht nur als sächsisches Zentrum für Kälte- und Klimatechnik entwickelt werden, sondern auch um Berufsbilder aus der Metall-, Steuer- und Regeltechnik sowie Energie-, Umwelt- und Gebäudetechnik ergänzt werden.

Gehen die ausgehandelten Pläne vollständig auf, werde das Vogtland künftig über ein Plus an rund 170 Berufsschülern im Vergleich zu bisher verfügen, erklärte der im Landratsamt für Wirtschaft und Bildung zuständige Geschäftsbereichsleiter Lars Beck. Zugleich räumte er ein, dass es sich dabei lediglich um Prognosen handele. Diese seien bekanntlich schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen, bemühte er ein Zitat, das Karl Valentin zugeschrieben wird.

Der Landtagsabgeordnete und Kreisrat Sören Voigt dankte Landrat Rolf Keil (beide CDU) für dessen "intensive Verhandlungen, auch mit den Landräten in benachbarten Kreisen". Sicher hätten sich die Vogtländer "das ein oder andere mehr gewünscht", das Ergebnis sei trotzdem eine gute Ausgangsbasis, die Berufsausbildung im Vogtland weiter zu entwickeln, so Voigt: "Jetzt kommt es auf die Nachfrage aus der Wirtschaft an." Der Falkensteiner fing sich dafür Kritik von André Hegel (Die Linke) ein: Dass Voigt keine einzige Silbe über die Verluste der Berufsfelder am Standort Falkenstein verliere, wo künftig nur noch Köche ausgebildet werden, finde er "traurig". FDP-Fraktionschef Ralf Oberdorfer erklärte, das Hauptziel der Vogtländer, alle bisherigen BSZ-Standorte zu sichern, sei erreicht.

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