Kulturbetrieb: Finanzierung auf wackligen Füßen

Kreiseigene Kultur GmbH muss 2017 mit weniger Geld auskommen

Plauen/Reichenbach.

Der Wirtschaftsplan der Vogtland Kultur GmbH für 2017 steht, dennoch bleibt die Situation angespannt. In einer Gesellschafter- und Beiratssitzung am Montag ist der Wirtschaftsplan für den kreiseigenen Kulturbetrieb bestätigt worden, erklärte der amtierende Geschäftsführer Dieter Kießling (Foto) gestern. Demnach sinken die Einnahmen von 1,59 Millionen Euro im laufenden Jahr auf 1,49 Millionen Euro 2017. Die Finanzierung ab 2018 ist noch nicht geregelt.

Während die vom Kulturraum Vogtland-Zwickau verteilten Landesmittel mit 713.000 Euro fast unverändert fließen, gibt es bei allen anderen Einnahme-Positionen deutliche Veränderungen. Das vom Kreis fließende Geld wird auf 143.000 Euro halbiert, während die Gemeinden mit Einrichtungen des Kulturbetriebes ab sofort Zuschüsse zahlen müssen. Einen deutlichen Rückgang gibt es bei den eigenen Einnahmen der Kultur GmbH: Die sinken von 551.000 auf 501.000 Euro.


Das Geld wird auf die nunmehr acht Einrichtungen wie folgt verteilt: Das Neuberinhaus Reichenbach erhält mit 365.000 Euro das größte Budget, gefolgt vom Freilichtmuseum Landwüst (298.600 Euro), Topaswelt Schneckenstein (289.300 Euro), Göltzschtalgalerie Auerbach (188.600 Euro), Kreis- und Fahrbibliothek (172.500 Euro), Kapelle Neuensalz (125.900 Euro), Stadtbibliothek Rodewisch (42.500 Euro) und Gelände an der Göltzschtalbrücke (10.500 Euro). Das Konstrukt der Finanzierung bleibt wacklig. Grundlage für die Bewilligung der Förderung durch den Kulturraum Vogtland-Zwickau ist das Erbringen von 20 Prozent Eigenmitteln. Mit 17,5 Prozent für 2017 verfehlt die GmbH jedoch das Ziel. Er habe einen "einmaligen Ausnahmeantrag" gestellt, erklärt Kießling, "die Bewilligung wurde in Aussicht gestellt."

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