Kurzarbeit sichert im Vogtland noch viele Jobs

Arbeitslosenquote im Kreis unverändert - Freie Stellen überschaubar

Plauen.

Trotz Corona-Pandemie: Die Arbeitslosigkeit ist im Juli im Vogtlandkreis gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Allerdings wachsen in der Plauener Arbeitsagentur mit Blick in die Zukunft die Sorgen. "Kurzarbeitergeld sichert nach wie vor viele Arbeitsplätze in den vogtländischen Unternehmen", sagte am Donnerstag Bärbel Uebel, Geschäftsführerin Operativ. Besonders im Vergleich zum Vorjahr würden die Auswirkungen der Coronakrise deutlich werden. Die Arbeitslosigkeit liegt fast 20 Prozent über dem Vorjahr. Dabei seien ohne Ausnahme alle Personengruppen vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen. Besonders bei Jugendlichen zeige sich der Corona-Effekt. "Da der Stichtag im Juli noch vor den Sommerferien lag, werden die üblichen Arbeitslosmeldungen nach Ferienbeginn noch nicht abgebildet", sagte Uebel. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewege sich weiter auf einem relativ niedrigen Niveau und ging im Vergleich zum Juni leicht zurück. "Wir unterstützen die Menschen mit Geldleistungen, vermitteln freie Stellen und beraten zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten", so Uebel. Im Agenturbezirk waren im Juli 6271 arbeitslose Frauen und Männer gemeldet, 17 weniger als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr sind es gut 1000 Arbeitslose mehr. Zählt man die Vogtländer hinzu, die derzeit arbeitsmarktpolitisch gefördert werden oder einen Sonderstatus haben, sind es 8186 Menschen im Vogtlandkreis, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt - über 600 mehr als im Vormonat.

Arbeitslosenquote im VogtlandPlauen6,9 %(7,0 %) Auerbach4,6 %(4,6 %) Klingenthal3,8 %(3,8 %) Oelsnitz4,1 %(4,1 %) Reichenbach5,2 %(5,2 %) Vogtland gesamt5,5 %(5,5 %)

(in Klammern Juni 2020)

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