Läuferstadt Plauen

Rund 2100 Teilnehmer, strahlender Sonnenschein, zufriedene Sportler und Organisatoren - der Sparkassenmarathon gestern in Plauen war ein großer Erfolg. Dazu trugen die sehr guten Ergebnisse der vogtländischen Starter bei.

Plauen.

Die Farbe Rot hat gestern eindeutig auf dem Plauener Altmarkt dominiert. Von den T-Shirts der Helfer über Trillerpfeifen bis hin zu den zahlreichen roten Shirts der Sparkassenmitarbeiter und -läufer aus ganz Deutschland; an der Farbe Rot kamen Teilnehmer und Zuschauer beim 41. Sparkassen-Marathon nicht vorbei. Erstmals war die Laufveranstaltung im Vogtland zu Gast, rund 2100 Sportler nahmen 10 km, Halbmarathon und Marathon in Angriff. "Freie Presse" hat sieben Stunden Wettkampf zusammengefasst.

Wetter spielt mit: Die gute Nachricht gab es bereits in den Tagen vor dem Marathon. Sonnenschein, knapp über 20 Grad Celsius, die Wetteraussichten für den Sonntag im Vogtland hätten kaum besser sein können. Was Zuschauer und Helfer freute, wurde für die Läufer über den Tag teilweise zur Belastung. Denn gerade auf der Marathonstrecke gab es stellenweise nur wenig Schatten.


Das Vogtland hilft: "Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt" oder "Du siehst echt gut aus" - mit diesen Motivationssprüchen sorgten Kerstin Hartmann und Katrin Ringel mitten in Weischlitz für ein Schmunzeln bei vielen Halbmarathon- und Marathonläufern. Fast genau an der Hälfte der 21 km langen Runde von Plauen nach Weischlitz und zurück waren die beiden Mitarbeiterinnen vom Kreissportbund Vogtland als ehrenamtliche Helfer im Einsatz und hatten ein Auge darauf, dass Fahrzeuge nicht unkontrolliert auf die Strecke fuhren. Insgesamt 500 Helfer aus dem gesamten Vogtland unterstützten das Organisationsteam der Sparkasse. An Straßensperren, bei den Verpflegungsstationen, an der Kleideraufbewahrung - ohne Menschen wie Hannelore Dietzsch wäre der Wettkampf kaum möglich gewesen. Sie und ihre Vereinskollegen vom Turnverein Pausa zum Beispiel standen an den Straßensperren in Kürbitz. "Ich kann die Läufer nur bewundern, die diese Strecke meistern", sagte Dietzsch.

Musik motiviert: Mit Musik läuft es besser, das war das Motto an den fünf sogenannten Eventpunkten. In Straßberg, Weischlitz und Kürbitz sowie an der Dobenaustraße und im Parktheater entlang der 10-km-Runde wurde ordentlich Radau gemacht. Das half vielen Sportlern, die Abschnitte dazwischen - wo oft nur vereinzelt angefeuert wurde - zu meistern. Am lautesten dürften dabei die Trommelwirbler Vogtland gewesen sein. Die Musiker des vom Vogtlandkreis und dem Fanprojekt Vogtland ins Leben gerufenen Projektes waren am Berg zum Plauener Bethanienkrankenhaus positioniert. Ihre Trommeln aber waren bis unter die Friedensbrücke zu hören und empfingen dort bereits die 10-km-Läufer vor dem steilsten Anstieg der Strecke. In Weischlitz sorgte die Brass Band des Oelsnitzer Julius-Mosen-Gymnasiums für Stimmung. Leiter Ralf Fengler war glücklich, dass neben den Schülern auch die Eltern die Aktion unterstützten: "Sie müssen die Kinder schließlich hier her fahren. Das ist ein ganz schöner Zeitaufwand. Aber die Stimmung ist gut und es macht Spaß."

Gut gelockert: Schon am frühen Morgen hatten Peter Plaumann und seine Kollegen gut zu tun. 20 Massageliegen hatte der Plauener Physiotherapeut vor dem Rathaus aufgestellt. "Einen Teil haben wir extra gekauft, einige bei Kollegen geborgt. Zudem unterstützen uns Auszubildende von der WBS-Schule, nur mit meinen Mitarbeitern wäre das hier nicht zu stemmen", sagte Plaumann. Vor allem an den Beinen der Läufer galt es Hand anzulegen, manche Teilnehmer kamen schon vor dem Startschuss in die Zelte. Für Peter Plaumann war das Wochenende trotz vieler Arbeit ein tolles Erlebnis: "Die Kulisse hier vor dem Rathaus bekommt man kein zweites Mal. Es ist schön, dass so eine große Veranstaltung in der Stadt ist."

Vogtländer sind erfolgreich: Sportlich hätte der Sparkassen-Marathon aus vogtländischer Sicht nur wenig besser laufen können. Über die längste Distanz sorgte der Klingenthaler Holger Zander vom Läuferbund Schwarzenberg als Dritter gleich bei den ersten Zieleinläufen für einen Podestplatz. Im Halbmarathon freuten sich Marcel Staudacher und Philipp Dressel-Putz vom LATV Plauen über die Plätze 2 und 3 hinter dem in der Region ebenfalls bekannten Nico Jahreis aus Gefell, bei den Frauen über 21,1 km schaffte es die Klingenthalerin Susan Weigert auf Rang 2. Eine der beeindruckendsten Leistungen lieferte Sebastian Hendel vom LAV Reichenbach. Für die 10 km benötigte er 32:58 Minuten. Erst mehr als sechs Minuten später kam der Zweitplatzierte Marcus Meyer aus Reichenbach ins Ziel. Applaus gab es von den Zuschauern nicht nur für die Sieger. Jeder Zieleinlauf wurde bejubelt, ehe sich die Läufer ihre Finisher-Medaille umhängen lassen konnten.

Mehr Fotos von der Veranstaltung unter www.freiepresse.de/sparkassen-marathon

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