Landkreis lässt Rentner der Region befragen

Seniorenbeirat will passgenaue Angebote für Ältere erarbeiten

Plauen.

Mithilfe eines Fragebogens will der Seniorenbeirat des Vogtlandkreises in den nächsten Wochen und Monaten mehr über die Lebenssituation von Frauen und Männern ab 60 Jahren in der Region herausbekommen. Das soll geschehen, um dann die passenden Angebote für diese Vogtländer schaffen zu können. Dazu sind 10.000 Befragungen vorgesehen. Darüber hat Seniorenbeauftragte Dagmar Nauruhn in der Sitzung des Gesundheits- und Sozialausschusses im Landratsamt informiert.

Die Finanzierung dieser Aktion erfolgt mit Fördergeld, das der Seniorenbeirat im vergangenen Jahr für Vorhaben zur Bewältigung des demografischen Wandels vom Freistaat erhalten hat. Der Beirat erkundigt sich mit dem Fragebogen nach der finanziellen Lage der Umfrageteilnehmer, wie weit es bis zum nächsten Lebensmittelgeschäft, Bäcker, Fleischer, Arzt, bis zur nächsten Apotheke und bis zur nächsten Bank oder Sparkasse ist. Gefragt wird auch wie die Menschen dahin gelangen - ob mit Pkw, zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch Fragen zur Wohnsituation, zu Gesundheit und Pflege, dem Leben in der Gesellschaft sowie nach Freizeitangeboten und dem öffentlichen Personennahverkehr stehen auf den sechs DIN-A4-Seiten.

Dagmar Nauruhn erklärte auch, wo man die Zielgruppe befragen will: "Überall, wo Senioren hingehen, werden wir hingehen." Sie meinte damit unter anderem Seniorentreffs und ähnliche Einrichtungen. Besucher dieser Treffs könnten dann auch ältere Nachbarn und Bekannte ansprechen, damit die ebenfalls an der Aktion teilnehmen. Mit dem Kreisjournal könne man diesen Fragebogen nicht verteilen, weil nicht in jedem Haushalt Senioren leben, antwortete die Beauftragte auf eine Nachfrage von Ausschussmitgliedern. Pflegedienste ließen sich aber einbeziehen, meinte Sozialdezernent Uwe Drechsel, der die Sitzung leitete. Pflegedienste wüssten am besten, welche ältere Menschen zu vereinsamen drohen. Auch diese Menschen wolle man erreichen.

Die Auswertung der Bögen übernimmt die Technische Universität Zwickau. Die Projektergebnisse sollen in die Sozialplanung des Vogtlandkreises aufgenommen werden.


Änderungen im Nahverkehr

Ferienfahrplan ab Mittwoch: Der Nahverkehr im gesamten Vogtlandkreis, inklusive der Busse und Straßenbahnen im Plauener Stadtverkehr, wird ab Mittwoch vorsorglich auf den Ferienfahrplan umgestellt. Der Schülerverkehr per Taxi entfällt. Hintergrund ist die Schließung der Schulen bis 17. April, wie sie am gestrigen Montag von der Sächsischen Staatsregierung bekannt gemacht wurde. Jeder Ort soll trotzdem mindestens per Rufbus zweistündlich angebunden und erreichbar bleiben, viele Busse fahren weiter im Stundentakt. Rufbus-Buchungen und Auskunft gibt es beim Servicetelefon der Tourismus- und Verkehrszentrale (Kontakt siehe unten).

Tram im 15-Minuten-Takt: Die Plauener Straßenbahnen verkehren ab Mittwoch von 6 bis 18.30 Uhr nur im 15-Minuten-Takt. Bereits ab Montag eingestellt ist der Fahrscheinverkauf bei Fahrern in Stadtbussen und Straßenbahnen. Fahrgäste werden gebeten, Tickets im Vorverkauf an Automaten zu beziehen und Verkaufsstellen im Stadtgebiet zu nutzen. Ein Verzeichnis dazu gibt es auf der Internetseite des Straßenbahnbetriebes.

Buseinstieg hinten: Bei Stadtbussen in Plauen bleibt ab sofort der vordere Einstieg geschlossen. Fahrgäste werden gebeten, die hinteren Türen zum Ein- und Aussteigen zu nutzen. Sonderfahrten, auch bereits gebuchte, sind bis einschließlich 13. April (Ostermontag) abgesagt. Die Maßnahmen sollen dazu dienen, den öffentlichen Personennahverkehr in Plauen aufrecht zu erhalten und die Gefahr von Ansteckungen mit dem Coronavirus gering zu halten. Die Gefahr sei nicht höher als etwa in Supermärkten, heißt es in einer Mitteilung des Plauener Straßenbahnbetriebes.

Kein Grenzverkehr: Von der Schließung der tschechischen Grenze sind auch drei Linien der Vogtlandbahn betroffen. Die RB 1 Zwickau - Falkenstein - Kraslice verkehrt nur bis Zwotental, von und nach Klingenthal gilt Schienenersatzverkehr. Die RB 2 Zwickau - Plauen - Adorf - Cheb endet jetzt in Bad Brambach. Die Linie RB 5: Mehltheuer - Plauen - Falkenstein - Kraslice verkehrt nur noch bis Zwotental. Klingenthal ist per Schienenersatzverkehr erreichbar. (bap/us)

Kontakt Tourismus- und Verkehrszentrale Vogtland: Ruf 03744 19449.

https://vogtlandauskunft.de


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