Lars Buchmann will Plauener Oberbürgermeister werden

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Der 41-jährige Erzieher und Kopf der Facebook-Gruppe "Wir sind Plauener" ist der fünfte Kandidat fürs höchste Amt der Stadt. Er verspricht Bürgernähe auf allen Ebenen, setzt auf Digitalisierung und Mittelstand.

Plauen.

Als fünfter Bewerber fürs Amt des Plauener Oberbürgermeisters hat Lars Buchmann seine Kandidatur erklärt. Der parteilose 41-jährige Erzieher tritt mit dem Slogan "Ich wähle Plauen" an und benötigt zunächst, da er ohne Partei im Rücken kandidiert, 160 Unterstützungsunterschriften. Die sollten für den vielfältig engagierten OB-Kandidaten kein Problem darstellen. Die von ihm 2012 gegründete Facebook-Gruppe "Wir sind Plauener" hat mehr als 14.000 Mitglieder. Buchmann ist auch als Schöffe und als beratender Bürger im Wirtschaftsförderungsausschuss des Stadtrates aktiv.

Es gehe ihm nicht um berufliche oder politische Karriere, sondern "um die Stadt und die Menschen, die in ihr leben", erklärt Buchmann. Als waschechter Plauener, der seine Heimat liebt, wolle er Plauen zum Modell für zukunftsweisendes Stadtmarketing entwickeln, zum attraktiven Standort für Wirtschaft, Bildung und Kultur, zu einem Ort, an dem alle Generationen gemeinsam leben und "Erstaunliches bewegen".

Auf seiner am Freitag freigeschalteten Homepage ziehen sich Bürgernähe, Digitalisierung, Stärkung der Stadtteile und mittelständische Wirtschaft wie ein roter Faden hindurch. Zur "Freien Presse" sagte Buchmann, er setze auf Start-up-Unternehmen und Mittelständler. Beim Entwickeln von Gewerbestandorten sei mehr Transparenz erforderlich. "Bereit für Veränderung?", fragt er. Die sich wandelnde Welt biete jede Menge Chancen.

Unter den fünf Kandidaten, die bei der Wahl am 13. Juni die Nachfolge des nach 21 Jahren nicht mehr kandidierenden OB Ralf Oberdorfer (FDP) antreten wollen, ist bisher nur einer von einer Partei nominiert worden: Die CDU schickt Kultur- und Sozial-Bürgermeister Steffen Zenner ins Rennen. Die ehemalige Plauener Ordnungsamtsleiterin Silvia Queck-Hänel, der CDU-Stadtrat und Kauschwitzer Ortsvorsteher Ingo Eckardt sowie der Fotograf, Musiker und Filmproduzent Andreas Ernstberger gehen als sogenannte unabhängige Einzelbewerber ins Rennen. Grüne und Linke haben erklärt, die Kandidatur von Queck-Hänel zu unterstützen.

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1313 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    6
    kgruenler
    13.02.2021

    Welche/r der Bewerber/innen hat den schon am meisten Erfahrungen gesammelt, "wie es woanders läuft"? Was macht man bei Unternehmen, wo es kriselt? Man holt externen Sachverstand hinzu, neue Blickweisen. Hier sticht für mich nur eine Person heraus, die einzige Frau, denn Sie hat genau diese Sicht von innen und außen.
    Im übrigen wird das Erbe, was da angetreten wird, dem/der Nachfolger/in von Herrn Oberdorfer schwer im Magen liegen, wenn man sich den Haushaltsplanentwurf 2021/22 durchliest und sieht, wohin sich alles entwickelt. Kein Wunder, dass er keine Lust hat, nochmal anzutreten um sich dann den Schuh selber anzuziehen.
    Plauen braucht für die kommenden Jahre unbedingt Sachverstand und da gibt es nur Herrn Zenner ODER Frau Queck-Hänel als OB oder beide zusammen als OB und Bürgermeister, deshalb steht für mich die Wahl fest bei Frau Queck-Hänel, denn so haben wir doppelte Kompetenz, statt nur einmal. Parteipolitik und andere Befindlichkeiten außen vor gelassen,das sind Luxusprobleme

  • 0
    1
    Alcapone
    12.02.2021

    @Kerstin: Sie sagen es, wenn die Inhalte stimmen. Und nun legen sie mal die Wahlprogramme und Inhalte a) auf die Zusammensetzung des aktuellen Stadtrates und b) auf die (desaströse) Haushaltslage der Stadt und fragen sich für was kommt wohl welche Mehrheit zustande. So habe zumindest ich ein realistisches Bild gewonnen, was geht und was eher schwer wird und welcher Kandidati:In geeignet scheint. Ganz unabhängig davon stelle ich mal die Forderung in den Raum, dass der Posten des Wirtschaftsförderers der bestbezahlte der ganzen Stadt sein müsste (als OB würde ich dafür sogar vom B-Gehalt was spenden :-)), denn alle tollen Ideen setzten eine grundlegend andere Finanzausstattung der Stadt voraus. Die Prioritätenlisten ist eigentlich recht klar.

  • 3
    3
    leinadx
    12.02.2021

    ich sehe einen Lichtstrahl für Plauen am Horizont!

  • 1
    2
    Kerstin1258
    12.02.2021

    @Alcapone
    Richtig gerechnet.
    Ändert aber nichts an dem Fakt, dass sich der amtierende OB in seinen rund 20 Jahren um Mehrheiten für seine Positionen kümmern musste.Und das hat gut funktioniert. Damit beurteile auch ich nicht seine Leistung.
    Warum sollen die von Ihnen erwähnten Personen nicht in der Lage sein, sich Mehrheiten zu organisieren, wenn die Inhalte stimmen?

  • 1
    2
    Alcapone
    12.02.2021

    &Kerstin: zunächst freue ich mich, dass mit ihnen ein guter Austausch möglich ist. Nun 11 Sitze für die CDU seit 2019 von insgesamt 42 sind 26% und nicht 51%. Wie das die Mehrheit ist bleibt mir ein Rätsel. 2014 waren es 6 Sitze mehr, was auch keine Mehrheit ist. Zudem ich wage mir keine Beurteilung der Leistung des Hrn. Oberdorfer zu, aber alle Kandidaten sprechen von Wandel, Neustart, neuer Stil und so, das beinhaltet für mixh deutliche Kritik am status quo. Also die Frage: Wer kann im Stadtrat am besten überzeugen und Mehrheiten organisieren? Ich stelle mir das bei Herrn Ernstberger und Frau Queck-Haenel (so sehr ich beide für neue Ansätze schätze) schwer vor.

  • 4
    3
    Tauchsieder
    12.02.2021

    Es wäre doch herrlich, ein unabhängiger OB. Die/der OB muss für seine Ideen Mehrheiten suchen. Die Mehrheiten können rechts liegen, die können links liegen, oder ein Gemisch aus allem. Auf jeden Fall wird sich ziemlich schnell herausstellen, ob es die alteingesessenen Parteien ehrlich meinen und im Interesse der Stadt mitwirken, oder aus lauter Opposition gegen alles sind. Davor hat man eher Angst. Der fehlende Parteiklüngel ist eher ein Vorteil als ein Nachteil und ob sich jemand zu diesen Personen hingezogen fühlt, darauf hat die/der Kandidat keinen Einfluss. Es kann nur besser werden.

  • 2
    1
    Kerstin1258
    12.02.2021

    @Alcapone
    Wenn ich mich recht erinnere, ist der amtierende OB nie von der Partei, der er angehört (FDP), nominiert worden. Zumindest in den ersten beiden seiner Amtszeiten musste er sich stets Mehrheiten für seine Positionen im Stadtratrat suchen. Und meines Erachtens war dies für die Entwicklug der Stadt sehr positiv.
    Seitdem eine Partei (CDU) im Stadtrat die Mehrheit hat, fielen so manche Entscheidungen eher aus parteipolitischem Kalkül heraus. Wie z.B. die Wahl von Herrn Zenner zum Kulturbürgermeister, die Wahl des/der Baubürgermeister(in), Entscheidung zum Brandschutzamt u.s.w.
    Herrn Buchmann nehme ich zumindest ab, dass er im Gegensatz zu manch anderen Bewerbern um Ämter kein Karrierist ist, sondern es ihm um die Stadt Plauen geht.

  • 2
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    Alcapone
    12.02.2021

    Also der Vorzug ist „Ehrlichkeit“ im Blick auf das demokratische System, das wir seit gut 30 Jahren haben.

  • 2
    2
    Alcapone
    12.02.2021

    Kerstin: Noch leben wir in einer repräsentativen Demokratie, d.h. Ein OB muss sich im Stadtrat die Mehrheiten für seine Positionen verschaffen. Die Fraktionen verlangen für ihre Stimmen keine Bonbons, sondern Gegenleistungen - und schon ist ein OB mitten drin im Handel der Parteien und wird abhängig von den Fraktionen. Es ist schlicht ehrlicher Mitglied einer Partei zu sein. Das Label „parteiunabhängig“ ist reiner Populismus, weil er gut ankommt aufgrund mancher Abgründe in den Parteien. Was soll die Alternative sein? Da fällt mir nur Monarchie, Diktatur oder eine diffus gesteuerte Basisdemokratie ein. Ich bitte nur darum die Naivität im Blick auf das Label „parteiunabhängig“ abzulegen. Zumal dast alle Parteien versteckt im Hintergrund haben; Hr Buchmann (SGI-Mandat), Fr. Queck-Haenel (Linke, SpD, Grüne).

  • 2
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    Freigeist14
    12.02.2021

    Der Kandidat erinnert mich an "Hallo Spencer " .

  • 5
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    Tauchsieder
    12.02.2021

    Toll, die Plauener haben eine Wahl und sogar eine Auswahl. Da bin ich mal gespannt, ob dies der Landkreis auch hinbekommt, oder wir wieder aus dem oberen Teil des Vogtlands mit lediglich nur "einer" Auswahl beglückt werden.

  • 6
    2
    Kerstin1258
    12.02.2021

    @Alcapone, die von Ihnen ausgemachten Vorzüge einer Parteizugehörigkeit würden mich doch sehr interessieren. Welche Vorzüge sehen Sie?

  • 6
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    Alcapone
    12.02.2021

    Früher war es ein Alleinstellungsmerkmal sich als „parteiunabhängig“ zu verkaufen bei jeder Gelegenheit. In Plauen ist das nun inflationär geworden und seltsam, dass es noch so betont wird. Im Gegenteil: Ein Vertreter einer Partei wird für mich immer interessanter, weil ich mehr und mehr die Vorzüge sehe.