Liebeserklärung ans Landleben

Weil das Schützenhaus saniert wird, mussten die Mühltroffer Karnevalisten diesmal in die Turnhalle umziehen. Dort brachten sie ein heiteres Programm auf die Bühne - inklusive bösem Streit.

Mühltroff.

Wie man Fasching feiert, obwohl der eigentliche Veranstaltungsort fehlt, das haben die Mühltroffer am Samstag bei ihrer ersten Gala eindrucksvoll gezeigt: Die Karnevalisten haben die Turnhalle in einen prächtigen Faschingstempel verwandelt. Die Halle liegt gleich neben dem Schützenhaus - dieses konnten die Narren diesmal nicht nutzen, weil es saniert wird.

Mit ihrem Programm bewiesen die Aktiven der Mühltroffer Carnevalsgesellschaft "Blau-Weiß": Auf dem Lande ist es doch am schönsten. Und dementsprechend lautet das Motto dieser Saison: "Lass mal seh'n wie das so ist, wenn Großstadtcowboy Landei küsst." Vier Mädels aus dem Ort haben dieses Motto in einen besonderen Sketch gegossen - inklusive heftigem Streit.

Die Handlung: Eine Großstadtlady hat sich nach Mühltroff verirrt und steht ratlos am Bahnhof. "Jetzt sitz' ich hier in diesem Kaff", sagte sie von oben herab. Zwei junge Landmädels kamen des Weges - leger gekleidet, munter drauf. Doch schnell entzündete sich ein Wortgefecht über Smoothies und Gojibeeren-Müsli, gepökeltes Fleisch und Kartoffeln vom Feld. Pilates, Yoga, Theater versus Aromatherapie im Stall. Der Zickenkrieg nahm seinen Lauf. Als eingebildet und arrogant betitelten die "Landeier" Kathrin Popp und Sabien Prager die feine Dame aus der Stadt (Ailien Schmidt).

Doch wie in jedem guten Sketch musste natürlich ein versöhnliches Ende her. Und für das sorgte Anne, die ebenfalls am Mühltroffer Bahnhof strandete. "In China ist Corona-Alarm, da bin ich wieder abgehau'n. In Washington war ich am Weißen Haus, da glotzte der Trump zum Fenster raus", berichtete Anne alias Jaqueline Pomsel von den Abenteuern auf ihrer Weltreise. "Es ist doch egal, wo man wohnt", mischte sie sich in den Streit ein: "Zu Hause ist da, wo man den Bauch nicht einziehen muss." Und wie sollte es anders kommen: Die Großstadtlady verliebte sich just in diesem Moment in den hübschen jungen Bauern drüben am Zaun. Und plötzlich fand sie das Landleben gar nicht mehr so schlimm ... Ende gut, alles gut.

Sowohl auf der Bühne als auch im Publikum gab es jede Menge Stadtjungs und -mädels sowie "Landeier" zu sehen. Als Alpendelegation enterte Elferratspräsident Helko Hubrich die Bühne, als Großstadtboy mit verspiegelter Sonnenbrille kam Thomas Ehrhardt, der neue MCG-Vereinsvorsitzende.

In Bestform und aufgestockt präsentierten die schönen Gardemädchen ihren Tanz. Aufgeregt war Vereinsmitglied Yvonne Kaiser, die hinterm Tresen die Leute mit Getränken versorgte. "Meine Linda ist zum ersten Mal dabei", verriet sie. 16 Jahre alt müssen die Tanzmädchen sein, dann dürfen sie in die Garde. Voriges Jahr erst waren Sorrel Hubrich und Jule Wybrobczyk neu hinzugekommen, diese Saison Linda Kaiser.

Ein besonderer Tag war es auch für Angelique von den Tanzmäusen: Sie hatte am Samstag Geburtstag. Helke Hubrich gratulierte dem Mädchen herzlich. Im Duett präsentierte sich dann der Elferratspräsident mit Thomas Ehrhardt, der MCG-Vereinsvorsitzende. Sie gaben ihren Song "Don des Dorfes" zum Besten, eine wahre Liebeserklärung an ihr Städtchen Mühltroff.

Was es noch zu erleben gab? Die Bewegungstalente natürlich, das beliebte Ballett der jungen Mühltroffer Männer. Die Pfeffergirls, die mit ihrem Tanz flott daher kamen. Und natürlich das bewährte Alphateam mit Ronny Rauh und Siegfried Lottes, welches den Kultsong vom "Elektriker mit dem Stecker in der Dose, dem Kabel in der Tasche und dem Kurzen in der Hose" zum Besten gab.

Folgende Termine stehen noch bevor: Am 14. Februar startet 20.02 Uhr der Jugendfasching mit Disco "Galaxis" und am 15. Februar, 19.09 Uhr, der zweite Galaabend mit Disco "Galaxis". Zum Kinderfasching wird am

16. Februar ab 15.05 Uhr eingeladen.


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