Lieder und Kurzfilme machen Weberhäuser zum Klanggarten

Chillen, Freunde treffen, Musik und Kino erleben, zusammen essen und trinken - das Konzept des Festivals ist aufgegangen.

Plauen.

Sie sind urwüchsig und naturbelassen: Die Gärten rund um die Weberhäuser, für die oft das Adjektiv wildromantisch gebraucht wird, präsentierten sich auch am Samstagabend in unverfälschter Schönheit. Das Potenzial des nicht nur für Zufallstouristen immer wieder überraschenden Geländes mitten in der von Industriebrachen geprägten Elsteraue haben auch die Plauener Stadtwerke Strom längst erkannt.

Zum mittlerweile dritten Mal, 2016 allerdings noch unter dem Namen Stadtlichter, hatte der Energieversorger zusammen mit dem Verein der Freunde Plauens und dem Unikat-Verein als Träger der Weberhaus in das Areal am Mühlgraben eingeladen. Das gemütliche Gelände verwandelte sich im Vorfeld zu -einem sommerlich geschmückten Klanggarten, so auch der Name des Musik- und Filmfestivals. Die Besucher strömten scharenweise an den atmosphärischen Ort im Altstadt-Dreieck Johanneskirche, Malzhaus und Weisbachsches Haus.

"Wie viele Gäste heute genau hier sind, kann ich gar nicht sagen, aber ich bin sehr zufrieden", zog Mandy Wolf, seitens der Stadtwerke für die Organisation des Sommerfestes zuständig, Bilanz. Das Gefühl hatte sie, wenn man in Gesichter der Menschen schaute, wohl mit nahezu jedem Gast gemeinsam. Alles richtig gemacht hatte auch die Berliner Künstlerin Marie Marie, die das Ambiente an den "Mühlgraben-Terrassen" sofort gefangen nahm: "Es ist wunderschön hier", zeigte sich die 35-jährige einstige Anwärterin auf eine Teilnahme am Eurovision Song Contest begeistert. Wenn sie jetzt mit ihrem Album "O" auf Tournee gehe, wolle sie nicht ausschließen, einen Auftritt in Plauen einzuschieben, so die Sängerin. Noch mehr als an der Musik war Besucherin Karolin Schubert an den Kurzfilmen interessiert, die ab halb elf flimmerten. Weil sie im Vorjahr nur einen Stehplatz ergattert hatte, saß sie diesmal schon ab 20 Uhr vor der Leinwand, und zwar in der ersten Reihe.


Die jüngste Besucherin

Baby Tessa Jolee Golle hatte sich alle Mühe gegeben, den lauen Sommerabend nicht zu verschlafen. Die gerade einmal sechs Wochen junge Neu-Plauenerin war mit ihren Eltern Nadine und Daniel (links) Golle sowie mit deren Freunden Alexander Stark (Mitte), Christina Ritte und Kevin Beck in die Elsteraue gekommen. Die jungen Leute hatten am Samstag erstmals bei der Musik- und Filmnacht teilgenommen und machten es sich am runden Holztisch in einem der urwüchsigen Gärten bequem. Nächstes Jahr wollen sie wiederkommen.


Die kreativsten Teilnehmer

Mimi und Alexander Reißig bastelten aus vorgefertigtem Töpfermaterial wohlklingende Mobiles. Die Vierjährige bewies dabei viel Geschick. Sie war eins unter rund 100 Kindern, die den kostenlosen Zeitvertreib gern annahmen. Über Spenden freuten sich Weberhaus-Oberhexe Margitta Schier und ihre Team dennoch. Außer den schmucken Windspielen konnten die Jüngsten auch Steine bemalen und glitzernde Schmetterlinge herstellen, indem sie die Tontiere mit Glasteilchen beklebten - ein Angebot des Kunststudios Schöne Welt.


Die glücklichsten Gäste

Nicole und Thomas Auerbach zählten wohl zu den glücklichsten der Klanggarten-Gäste. Für das frischvermählte Paar aus Zwoschwitz war der Besuch dort allerdings nur eine Stippvisite. Die 35-jährige Braut und ihr 40-jähriger Angetrauter feierten den schönsten Tag im Leben im Malzhaus, das sich über dem Weberhäuser-Areal erhebt. Von oben hatten die Eheleute einen wunderbaren Blick übers Geschehen, wurden neugierig. Ihr Hochzeitsfotograf Kenny Pohl entführte die Verliebten kurzerhand zum Shooting an den Mühlgraben.

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