Lose Steinplatten kippeln: Alte Stadtmauer wird zur Gefahr

Die historische Wand an der Johanniskirche ist marode und kann für Passanten sogar ein Risiko bedeuten. Deshalb greift die Stadtverwaltung ein.

Plauen.

Momentan steht noch ein Gerüst an der historischen Stadtmauer unterhalb der Johanniskirche in Richtung Rähme. Die Gebäude- und Anlagenverwaltung (Gav) will die Wand aber nicht nur herausputzen, sondern muss sie auch sichern - und damit einschreiten, bevor etwas geschieht. Denn die Granitplatten, auf denen das Geländer zum Gotteshaus befestigt ist, liegen teilweise hohl. "Sie könnten unter Belastung kippen", warnte Gav-Leiter Peter vom Hagen im Finanzausschuss des Stadtrates. In dem Gremium bat er die Bürgervertreter um mehr Geld für die Sanierung.

Die uralte Wand wird bereits seit längerer Zeit instand gesetzt. Doch wie schlimm es um ihren Zustand wirklich beschaffen ist, das haben die Fachleute offenbar erst nach und nach festgestellt, etwa als Teile des Mauerwerks freigeschnitten wurden und die Einrüstung begann. Aufgrund des desolaten Zustandes fallen außerplanmäßige Kosten von aktuell 20.000 Euro für die Verlegung neuer Naturstein- und Granitplatten an.

Die Sanierung erfolgt innerhalb des Programms "Städtebaulicher Denkmalschutz" im Fördergebiet Plauener Mitte. Stadtmauern seien laut Gav komplett förderfähig. Bund und Land springen mit 80 Prozent der förderfähigen Kosten ein, also mit 16.000 Euro. Die Stadt Plauen kann den zusätzlich benötigten Eigenanteil von 4000 Euro decken. Dafür erhält die Festhalle in ihrer Gastronomieabteilung aber keine neue Elektro- und Lüftungsausstattung. Eigentlich sollte die Maßnahme in diesem Jahr durchgeführt werden. Doch die Kapazität des Planungsbüros sei ausgeschöpft und das Vorhaben deshalb ohnehin gestoppt, so die Erklärung. "Ist der Betrieb der Festhalle dadurch gefährdet", wollte Linke-Stadtrat Maik Schwarz wissen. Kämmerin Ute Göbel, die diesbezüglich Festhallen-Chef Ronny Bley bereits kontaktiert habe, konnte Entwarnung geben.

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