Mehr Mitsprache bei Baumaßnahmen verlangt

In Gebäuden und dem Ortsbild von Großfriesen stehen Veränderungen an. Mario Klemet, Chef des Heimatvereins, mahnt, dabei die Vereine nicht zu vergessen.

Großfriesen.

Auf dem Dachboden des alten Schulhauses in Großfriesen könnten nach einer Generalsanierung weitere Kinder der Kindertagesstätte Marienkäfer Gruppenräume beziehen. Die derzeit dort untergebrachten Vereine, der Heimatverein und die Kleintierzüchter, sollen dann den Keller nutzen. Dazu scheint es allerdings noch Klärungsbedarf zu geben. Denn zu diesem Umzug hat sich der Vorsitzende des Heimatvereins, das Ortschaftsratsmitglied Mario Klemet, jetzt zu Wort gemeldet.

"Bei einem Vorort-Termin im Frühjahr informierten uns Bürgermeister Steffen Zenner und weitere Vertreter der Stadt über die geplante Baumaßnahme. Hier wurde uns zugesichert, dass ein Umzug der Vereine erst nach abgeschlossenen Baumaßnahmen im Keller erfolgen soll. Es soll ja für alle Beteiligten eine Win-win-Lösung entstehen." Diese Aussage möchten die Vereinsmitglieder und weitere Bürger in einer Projektvorstellung im Ortschaftsrats bekräftigt wissen, schildert der Großfriesener seine Sicht der Dinge. Auch die neue Raumaufteilung sei noch unklar.

Vereine und Ortschaftsrat fordern mehr Mitspracherecht bei Baumaßnahmen. Die Bürger seien verunsichert: "Bei einem Infoabend zu den Baumaßnahmen möchten die Mitglieder der betroffenen Vereine ihre Ideen mit einbringen", sagte der Ortsteilvertreter. In der Zusammenkunft könnte auch zur Anbindung der neuen Dorfmitte am Kreisverkehr zum Schulgebäude hin diskutiert werden. Hier strebe man eine barrierefreien Verbindung der neuen Heimatstube im Keller zur neuen Dorfmitte an. Mario Klemet: "Wie von der Stadt zu erfahren war, sollen erste Informationen Anfang August im Ortschaftsrat bekannt gegeben werden." Baubeginn und Umfang der Baumaßnahme seien aber noch nicht bekannt. Somit könnte sich auch der Umzug verzögern. Klemet betont: "Mir als Vorsitzender des Heimatvereins und stellvertretendem Ortsvorsteher ist ein gutes Zusammenleben aller Vereine und Institutionen wie Feuerwehr und Kindergarten hoch wichtig." Bürger aller Altersgruppen hätten ein Recht auf kulturelle und sportliche Betätigung. Das zum 750-Jahr-Fest vor drei Jahren verstärkte Zusammengehörigkeitsgefühl müsse weiter ausgebaut werden.

Klemet kündigte weitere Vorhaben des Vereins an. Von ihm selbst auf den Weg gebracht und vom Energieunternehmen EnviaM finanziell unterstützt, findet im Dorf eine Baumpflanzaktion mit Laub- und Obstgehölzen statt. Es werden auch Sitzbänke aufgestellt. Auch damit verschönere man den Ortsteil. Wenn die Corona-Regelungen es zulassen, stehe im Herbst ein Herbstfest auf dem Programm, mit dem der neue Anbau am kleinen FFW-Haus auf dem öffentlichen Spielplatz vorgestellt werden soll. Das alle seien Gründe "warum die Vereine funktionsfähige Vereinsräume besitzen müssen. Es soll sich kein Verein im Buswartehäuschen treffen müssen".

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.