Messerstecher: Prozess geplatzt

Die Serie von Pech und Pannen um die juristische Aufarbeitung der Auerbacher Messerstecherei vom Juni 2017 reißt nicht ab. Am Freitag scheiterte am Landgericht Zwickau das jüngste Verfahren um die Tat, bei der ein junger Afghane von Vater und Bruder seiner deutsch-syrischen Freundin attackiert und schwer verletzt worden war. Eigentlich sollte das Urteil gegen den Bruder (24) fallen, doch dieser ist laut Gericht erkrankt. Deshalb muss das Verfahren gegen ihn im Dezember neu aufgerollt werden. Die blutige Auseinandersetzung in einer Wohnung der Innenstadt hatte seinerzeit großes Aufsehen ausgelöst. Die beiden deutschen Staatsbürger mit syrischen Wurzeln waren nur kurz inhaftiert. Anschließend scheiterten mehrere Verfahren, weil Richter, Angeklagter oder Anwalt erkrankten. Wenn es Urteile gab, gingen die Angeklagten in Berufung. Inzwischen ist immerhin der Vater (53) rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. (bap)

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.