Mit Flößerei mehr verdient als mit Silber

Auflösung Fotorätsel 1273: Muldenberg ist bekannt

Plauen / Muldenhammer.

In Muldenberg reizt ein kleines Floß nicht nur Kinder zur kurzen Überfahrt ans andere Ufer, auch Erwachsene finden daran Spaß. Wer allerdings etwas übergewichtig ist, könnte Probleme bekommen. Im Fotorätsel vorige Woche war nach dem Ort der kleinen Attraktion gefragt. Die meisten Rätselfreunde wussten es oder tippten auf Muldenberg. Dass es auch in Limbach auf Käppels Floßteichen so etwas gibt, berichtete Renate Wiesenhütter.

Als 1993 der Vogtländische Flößerverein in Muldenberg gegründet wurde, war kaum abzusehen, wie stark das Interesse an den jährlichen Vorführungen sein würde. Nicht nur Vogtländer haben sich schon wieder den 13. und 15. Mai 2021 angekreuzt, nachdem in diesem Jahr die Schau zu Himmelfahrt erstmals ausfallen musste. Die Scheitholz-Flößerei geht auf das 16. bis 18. Jahrhundert zurück. Damals standen die vogtländischen Wälder gut im Holz, während es um Leipzig und Halle durch Salzbergwerke knapp wurde. Außerdem verlangten Bergbau, Schmelzhütten und Hammerwerke zunehmend nach Holz. Ausgebaute Straßen für den Transport und Autos gab es noch nicht, also ordnete der Kurfürst von Sachsen den Bau eines Floßgraben-Systems an. Mit dem Holztransport auf dem Wasserweg verdiente er mehr als durch den Silberbergbau, ist auf einer Schautafel in Muldenberg zu lesen. In Leipzig erinnert noch heute ein "Floßplatz" an den weiten Weg vom Vogtland. Bis dorthin dauerte es Jahre: Mehrfach mussten unterwegs nass und schwer gewordene Scheite herausgenommen und getrocknet werden, um danach erneut auf Reise gehen zu können.

Gewonnen hat Maritta Perner aus Plauen einen Zehn-Euro-Einkaufsgutschein für die "Freie Presse"-Shops. Die Gewinnerin wurde benachrichtigt. In der Ausgabe morgen gibt es ein neues Fotorätsel.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.