Mit Kamera unterwegs in Chrieschwitz

Auflösung Fotorätsel 1201: Alt-Chrieschwitz gesucht

Plauen.

Die beiden abgebildeten Gebäude stehen nicht in Großfriesen und auch nicht in Plauen an der Falkensteiner Straße - wie vermutet wurde, sondern an der Elster in Alt-Chrieschwitz. Es sind die Häuser Friesenweg 5 und 7, nur einige Schritte vom Übergang der unteren Bahn entfernt. Der zufällig vorbei fahrende Kabinenroller stammt aus den 1960er Jahren und dürfte in Plauen eine Rarität sein.

Von Alt-Chrieschwitz ist erst die Rede, seit es das Neubaugebiet Chrieschwitzer Hang gibt. Dort wurde 1977 in der Nähe der Versöhnungskirche der erste Spatenstich von Vertretern der Stadt vollzogen. Der Name Chrieschwitz ist altsorbisch, im Jahre 1122 noch als Cribsiz erwähnt. Er geht wahrscheinlich auf den Personen-Namen Krivos zurück. Zu Plauen gehört das frühere Dorf seit 1900. Einen Bahnhof erhielt Chrieschwitz 1923 an der Strecke Weischlitz-Gera. Ein Abzweig führte bis 1970 von Chrieschwitz aus nach Lottengrün-Falkenstein. Der frühere Bahnkörper verlief teilweise auch an der heutigen Dresdener Straße. Eine große Bedeutung für die Stadt Plauen bekam der Chrieschwitzer Bahnhof in den 1970er Jahren, als die Großplatten für den Neu- und Wiederaufbau der Stadt dort von der Schiene auf die Straße verladen wurden. Tieflader-Fahrzeuge brachten die vorgefertigten Betonteile zu den Baustellen.

Torsten Kleditzsch

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Als Straßenverbindung zwischen Chrieschwitz und Plauen über die Elster wurde 1921 die Hammerbrücke am früheren Bahnhof gebaut, der Name geht auf das Hammerwerk zurück: Seit 1438 wurde um Chrieschwitz Eisenerz abgebaut. (ta)

 

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