Mobile Jugendarbeit: Tauziehen um Fördergeld

Pfeil-Zabel: "Streetwork gegen Jugendclub ausgespielt"

Plauen.

Die Stadt Plauen will die Kinder- und Jugendarbeit des Treffs Markuskeller in Haselbrunn und die Mobile Jugendarbeit Plauen bezuschussen - mit je rund 50.000 Euro pro Jahr. Doch das passt nicht allen Stadträten. Obwohl im Bildungs- und Sozialausschuss am Donnerstagabend zunächst nur über das Vorhaben informiert worden war, legte Tobias Kämpf (CDU) schon einmal vorsorglich ein Veto ein. Das Geld, das für Personalkosten aufgewendet werden soll, würde er lieber bei einem weiteren Kinder- und Jugendtreff, etwa dem Joel-Verein in Preißelpöhl, verorten.

Auf Unverständnis stieß das bei Juliane Pfeil-Zabel. Sie könne nicht nachvollziehen, weshalb Kämpf den Stadtteil-Treff gegen die Mobile Jugendarbeit ausspiele. Und Sozialbürgermeister Steffen Zenner (CDU) verwies verwundert darauf, dass die Entscheidungen darüber, wer das Geld erhalten soll, in früheren Ausschüssen getroffen worden seien. Die Stadträte dürften die Schranke dennoch senken, so Zenner, aber erst während der Haushaltsdiskussion. André Bindl (FDP) verstehe die Aufregung ebenfalls nicht, sagte er. Man habe sich doch auf diese beiden Einrichtungen geeinigt. Diana Zierold (Grüne) brach eine Lanze für die Mobile Jugendarbeit: "Straßensozialarbeit ist enorm wichtig." Sie würde es als fatales Zeichen sehen, wenn das Geld nicht an die Streetworker fließe. Sie habe die seit langem anhaltende Debatte bereits vor ihrer Wahl in den Stadtrat verfolgt. (sasch)

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