Möglicher Abriss bereitet Sorgen

Diskussion über besseren Hochwasserschutz beginnt

Straßberg.

Wenn das große Wehr an der Weißen Elster aus Gründen eines verbesserten Hochwasserschutzes abgerissen würde, könnte der Grundwasserspiegel in dem Bereich sinken. Das befürchten einige Bürger im Ortsteil, wie in der Ortschaftsratssitzung am Montagabend deutlich geworden ist.

Die Teiche dort könnten sogar austrocknen, war in der Versammlung zu hören. "Das ist aber nur unsere Meinung", sagte Ortsvorsteher Dieter Blechschmidt (parteilos). Derlei Auswirkungen würden aber sicher im Rahmen der Planungen für eine Beseitigung der Anlage berücksichtigt, ergänzte er. Zudem sei eine solche Baumaßnahme nicht ganz billig zu haben, meinte der Straßberger weiter. Die zuständige Landestalsperrenverwaltung wolle demnächst ein 3-D-Modell des Geländes erstellen, in dem auch die Höhe der Dämme abgebildet ist, berichtete Dieter Blechschmidt weiter.

Auch eventuelle Baumaßnahmen am kleinen Wehr am Anger in Straßberg machen im Ortsteil Sorgen. Denn falls die Baumaßnahmen ausgerechnet im nächsten Sommer während der lange geplanten Feierlichkeiten zum 725-jährigen Bestehen des Ortsteils stattfinden, könnte das zum Problem werden, machte Ortschaftsrat Matthias Limmer aufmerksam. Am Anger feiern die Straßberger ihre Dorffeste.

Ortsvorsteher Blechschmidt hatte auch den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) bei dessen jüngstem Besuch in Plauen um Unterstützung in Sachen Hochwasserschutz in Straßberg gebeten. Der Politiker habe daraufhin um Zusendung der Unterlagen zu dem Problem gebeten, was inzwischen passiert ist. (pa)

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1Kommentare
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    Tauchsieder
    06.09.2018

    Was will man eigentlich, dass sollten sich erst einmal die Straßberger fragen.
    Wollen sie das die Teiche Wasser haben, dann muss wohl das Wehr erhalten werden. Oder wollen sie das das Wehr geschliffen wird, dann muss man das Wasser in Höhe unterhalb Kürbitz in einem langen Kanal aus der Elster ausgeleitet werden. Falls aber ihre Häuser und ihr Eigentum gesichert werden soll muss man Kompromisse eingehen. Beides geht wahrscheinlich nicht. Das ist eben die Krux bei dieser entscheidenden Frage.
    Zu den Elsterdämmen liegt dem Ortsvorsteher und der LTV ein Vorschlage des Naturschutzverbandes "Grüne Liga" vor. Man muss ihn nur umsetzen.



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