Mosenturm ragt 14 Meter in die Höhe

Auflösung Fotorätsel 1280: Aussichtsturm 1897 erbaut

Pöhl.

Ein Aussichtsturm kann nicht hoch genug sein, um viel sehen zu können. Beim Bau des Charlotten-Turms auf dem Eisenberg, dem heutigen Mosenturm, schien die Höhe von 14 Meter im Baujahr 1897 genug gewesen zu sein. Im Laufe der Jahre wuchs der umgebende Wald dem Aussichtsturm aber bald über den Kopf. Und auch heute schränkt ein entfernter Wald den Blick auf die Elstertalbrücke sichtlich ein, nur noch der obere Bereich schaut heraus. Dennoch gestattete der Turm schon damals einen weiten Blick ins Land. Doch erst mit der Fertigstellung der Talsperre Pöhl 1964 lohnt es sich wirklich, die 75 Stufen hoch zu steigen, um von oben das Pöhler Meer bis vor nach Altensalz und hinüber zur Rodlera in seiner stillen Schönheit zu genießen. Mit dem Fernglas erschließt sich nach allen Seiten ein weiter Blick ins wellige Vogtland. Nicht immer war der Turm für die Öffentlichkeit zugelassen, während der zwei Weltkriege war er ein Aussichtsturm ganz anderer Art.

Schon 1882 ließ der Verein der Naturfreunde Plauens auf dem Eisenberg einen Holzturm bauen, doch die Festigkeit reichte nicht aus. Sechs Jahre später stand auf dem Plateau ein neuer Turm in Ziegelbauweise. Rittergutsbesitzer von Bodenhausen stellte den Boden zur Verfügung und gab Geld für das Bauwerk, aber stellte auch die Bedingung, dass der Turm den Namen seiner Frau Charlotte tragen soll. So hieß er bis 1953. Ein Heimatfest im Dorf Pöhl wurde zum Anlass genommen, den Turm zu Ehren des Dichters Julius Mosen umzubenennen. (ta)

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