Mühlental dank Reserven zahlungsfähig

Gemeinde braucht Geld für mehrere Investitionen

Mühlental.

Die Gemeinde Mühlental kann ihre Zahlungsfähigkeit auf absehbare Zeit sichern, da sie vergleichsweise viel Geld auf der hohen Kante hat. Das geht aus dem vom Gemeinderat mehrheitlich beschlossenen Doppelhaushalt 2020/ 21 hervor. Zu Jahresbeginn verfügte die Landgemeinde mit zehn Ortsteilen über Finanzmittel von 858.000 Euro. Diese Summe wird sich aus jetziger Sicht in den kommenden vier Jahren um mehr als eine halbe Million Euro auf etwa 315.000 Euro verringern. Grund ist die Finanzierung geplanter Investitionen - dazu zählen neben der Sanierung der vom Hochwasser 2018 schwer getroffenen Straßen, Bäche und Teiche unter anderem die Geräte- und Dorfgemeinschaftshäuser Wohlbach und Saalig sowie der Kauf von Technik/Ausrüstung für Feuerwehren und Bauhof. Um die Ausgaben zu bezahlen, nimmt Mühlental dieses Jahr 377.700 Euro und 2021 weitere 118.000 Euro aus den Rücklagen. Zudem ist vorgesehen, dass die Gemeinde im kommenden Jahr einen Kredit über 300.000 Euro sowie 2023 einen weiteren über 100.000 Euro aufnimmt. Die alten Kredite sind bis kommendes Jahr getilgt, zum Jahreswechsel lag die Pro-Kopf-Verschuldung bei 5 Euro pro Einwohner. Wenn die Gemeinde die neuen Kredite wie geplant aufnimmt, steigt die Schuldenlast auf maximal 289 Euro pro Einwohner - auch das ist in Sachsen noch eine unterdurchschnittliche Verschuldung. (hagr)


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