Mühlenviertel will Lücken im Wanderwegenetz schließen

Das Tourismuskonzept für die Region wird von Rosenbach, Pausa-Mühltroff und Weischlitz fortgesetzt. Heike Löffler erklärt, warum Qualität wichtiger als Quantität ist. Und wo es in Burgstein noch hakt.

Rosenbach.

Das Tourismuskonzept für das Vogtländische Mühlenviertel und das Gebiet um den Burgstein fortzuschreiben, dafür hat der Rosenbacher Gemeinderat jetzt grünes Licht gegeben. Eigentlich war das schon längere Zeit geplant gewesen, aber durch Corona wurde der Termin, an welchem Tourismusfachfrau Heike Löffler das neue Konzept vorstellen sollte, verschoben.

"Seit 2004 haben wir an dem Projekt Vogtländisches Mühlenviertel gebastelt", erinnerte Löffler, Vereinsvorsitzende, an die Anfänge. Damals gab es dafür eine Förderung. Als diese auslief, beschloss man, das Tourismusmanagement auf mehrere Schultern, sprich Gemeinden, zu verteilen. 2011 wurde das erste Tourismuskonzept erstellt. Als Leubnitz sich als Sachsens Urlaubsdorf zertifizierte, war solch ein Konzept Voraussetzung, erklärte Löffler. "Es war auch Grundlage für Qualität und ein Handlungsleitfaden für uns."

Heute fördern gemeinsam mit der Gemeinde Rosenbach auch die Stadt Pausa-Mühltroff und die Gemeinde Weischlitz den Tourismus. "Man muss den Tourismus als Wirtschaftsfaktor sehen", so Löffler. "Übernachtungsgäste geben durchschnittlich 99,60 Euro aus, Tagesgäste lassen 20,50 Euro in der Region." Sie wies auf die Bedeutung der Sehenswürdigkeiten hin, ob DDR-Museum, Schloss Leubnitz und Mühltroff, die Erdachsenschmierstube oder das Herrmann-Vogel-Haus. Der absolute Leuchtturm sei natürlich die Drachenhöhle. Insgesamt gab es voriges Jahr in allen Einrichtungen 67.506 Tagesgäste, davon besuchten allein 53.005 die Drachenhöhle oder Windmühle in Syrau. Die Tourismusfachfrau betonte auch: "Die Bedeutung des Tourismus in der Region ist durch Corona größer geworden."

Mit der Fortschreibung des Tourismuskonzeptes werden die drei Kommunen, die Nachbarn sind, auch zukünftig zusammenarbeiten. Damit wird auch die Stelle von Löffler finanziert. Was Heike Löffler als nächstes plant? "Aktuell geht es um die Lückenschließung bei Wanderwegen." Ein gutes Wanderwegenetz habe man bereits. Ob Drachenrundweg, Genusspfad, Müllerburschenweg oder Lindwurmpfad. "Wir schauen weniger auf Quantität, sondern auf die Qualität." Dazu gehören im Frühling die Müllerburschenwanderung und im Herbst der Westvogtländische Wandertag. "In Burgstein sind das Problem fehlende Übernachtungsmöglichkeiten und fehlende Gastronomie", so Heike Löffler. Dieses Gebiet hinke hinterher. Und: "Die Müllerin, die wir hatten, steht nicht mehr zur Verfügung." Eine aktuelle Aufgabe sei auch, ein touristisches Leitsystem mit den aktuellen Standorten zu erstellen. "Wir haben jetzt endlich den Zwischenbescheid, dass die Planung genehmigt ist." Damit kann die Realisierung beginnen. Weiterhin geplant ist ein Gaststättenverzeichnis. "Danach fragen die Leute immer wieder." Das Bewusstsein für die eigene Region zu stärken, mehr Selbstwertgefühl, das wünscht sich die Tourismusfachfrau in der Region.

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