Nach den Feiertagen: Übervolle Container ärgern die Plauener

Festtagsmüll und kein Ende: In Plauen stapeln sich Flaschen und Pappe. Die Entsorger kommen offenbar nur schwer hinterher.

Plauen.

Die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage sind längst Geschichte, die Hinterlassenschaften der Feste sind es hingegen nicht. Glas- und Papiercontainer quellen an zahlreichen Standorten über.

Viele Plauener ärgert das. Auch Uta Tauchert. Mit dem Fotoapparat hat sie am Montagnachmittag den traurigen Zustand am Rosa-Luxemburg-Platz in, vor und zwischen den Containern festgehalten. "Kaum war die Müllabfuhr da, ist auch schon wieder alles voll", sagt sie. Woran das liegt, könne sie sich nicht erklären. "Wenn ich der Entsorger wäre, wüsste ich, was zu tun ist", so Tauchert. Ihr Vorschlag: "Einfach mal ein paar zusätzliche Fahrten einschieben." Taucherts selbst nutzen eine blaue Papiertonne direkt vorm Haus. "Bisher hat die gereicht." Der Anblick des öffentlichen Containerplatzes sei schrecklich.

Selbst wenn immer wieder neue Flaschen und Pappkartons hinzukommen - den Schwarzen Peter könne man nicht den Bürgern zuschieben, sagt "Freie Presse"-Leser Jürgen Püschel. Er hat beobachtet, dass schon vor Weihnachten nahezu Stillstand an den Containern im Chrieschwitzer Hang herrschte. "Ich sehe ja ein, dass die Betriebe nicht schlagartig mehr Leute zur Verfügung haben", sagt der Mann. Er habe aber ebenso Verständnis, wenn die Plauener einfach nicht mehr wüssten, wohin mit ihrem Festtagsmüll. Ob nun am Iglustandort an der Straßenbahnendhaltestelle Hufelandstraße, an der Schinkelstraße oder am Friesenweg - nicht nur Püschel musste in seinem Wohngebiet Extrarunden drehen für die Abfallentsorgung.

Die Entsorger kommen mit dem vielen Abfall zum Jahreswechsel offenbar nur schwer hinterher. Und das, obwohl in den Vorjahren zu Stoßzeiten zusätzlich geleert wurde, teilweise zweimal am Tag. Woher die großen Mengen stammen? Wer im Internet bestellt, bekommt in der Regel sperrige Pappkisten geliefert, und die müssen weg. Doch nicht nur zum jüngsten Jahreswechsel, so Thomas Matheisl vom gleichnamigen Hausmeisterservice, gibt es Probleme. "Jedes Jahr das Gleiche", kritisiert er. Die Fahrer der Entsorgungsbetriebe würden dabei nicht das Problem darstellen. "Diese kämpfen mit hausgemachten Schwierigkeiten und geben sich die größte Mühe. Es wird Zeit, sich an die Verantwortlichen dieses Zustandes zu wenden", so Matheisl. Er frage sich: "Haben wir mit der Verdoppelung der Grundgebühr nur die halbe Leistung zu erwarten?"

Eine "Freie Presse"-Anfrage an das Landratsamt zu der aktuellen Müllproblematik blieb unbeantwortet.

Auch Sperrmüll und Gerümpel sorgen indes immer öfter für Verdruss. Kaputte Kinderwagen, ausgediente Sofas, alte Schrankwände finden sich an einigen Plauener Straßenecken. "Die Ignoranz der Leute ist grenzenlos", sagt Katrin Peetz von der Moritzstraße. Um die Ecke, am Schröderplatz, werde alles Mögliche abgelagert.

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