Neu: Ausbildung für Pflegekräfte

Die Freien Schulen Plauen gehen im kommenden Jahr eine Herausforderung an. Drei Berufe werden in einer Ausbildung zusammengefasst, um den Pflegenotstand zu bekämpfen.

Plauen.

Ab März 2020 werden auch an den Freien Schulen Plauen Schüler zum neu geschaffenen Beruf des Pflegefachmanns und der Pflegefachfrau ausgebildet. Dabei handelt es sich um einen in dieser Form völlig neuen Ausbildungsbereich, der in ganz Deutschland nächstes Jahr eingeführt wird. "Das ist eine Herausforderung, da mehrere Berufe zusammengeführt werden", sagt Schulleiterin Rita Hildebrandt. "Aber wir werden uns dieser wie alle anderen auch stellen, um den Pflegenotstand zu minimieren." So verschmelzen der Altenpfleger, der Gesundheits- und Krankenpfleger sowie der Kinderkrankenpfleger miteinander, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

Damit schaffe man einen generalisierten Beruf, wodurch mehr Pflegekräfte gefunden werden sollen, erklärt Hildebrand die vielen einhergehenden Hoffnungen aller in diesem Bereich tätigen Menschen. Die Freien Schulen Plauen planen, mit einer Klasse im kommenden Frühjahr loszulegen. Anmeldungen hierfür gebe es bereits. "Allerdings sind wir in der Situation, dass wir noch gar nicht richtig beurteilen können, wie sich das alles entwickeln wird", so die Schulleiterin. Die Zulassungsvoraussetzung sei ein Realschulabschluss.

Die späteren Einsatzfelder der Absolventen sind vielfältig, unter anderem können sie im Krankenhaus und Altenpflegeheimen arbeiten. Man schnuppere bei der Ausbildung in sämtliche Bereiche der Pflege hinein. Deshalb gehe man davon aus, dass nach einer anfänglichen Zurückhaltung das Schülerinteresse steigen wird, wenn klar werde, dass das eine gute Geschichte ist, blickt Hildebrandt zuversichtlich in die Zukunft.

Insgesamt lernen in der Einrichtung an der Kasernenstraße 150 Jugendliche. Beim Tag der offenen Tür stellten sich jetzt verschiedene Fachrichtungen und Ausbildungsbereiche vor. So schaute sich Zehntklässler Richard Weiße aus Netzschkau um, der sich für das an der Fachoberschule angebotene Fachabitur im Bereich Wirtschaft und Verwaltung interessierte. Nach dem ersten Eindruck, wie alles läuft, und einer kurzen Beratung stand für ihn fast schon fest, dass er im nächsten Schuljahr in Plauen die allgemeine Fachhochschulreife erwerben möchte. "Mich hat besonders überzeugt, dass die Lehrer sich so sehr um ihre Schüler kümmern, bestrebt sind, dass man gute Noten hat und einen Abschluss erhält", so der 16-Jährige. Möglicherweise ist Amelie Schubert aus Plauen dann seine Mitschülerin, denn die Zehntklässlerin möchte auch in dem Bereich ausgebildet werden, da sie später einmal gerne als Verwaltungsfachangestellte arbeiten würde. "Sehr gefallen hat mir, dass die Klassen mit maximal 20 Schülern klein sind", sagte sie.

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