Neue Optik für die Stadt: Bürger entscheiden mit

Plauen feiert im Jahr 2022 das 900-jährige Bestehen. Ein neues Erscheinungsbild soll her. Dabei helfen Berliner Studenten mit.

Plauen.

Das Stadtjubiläum in drei Jahren ist nach Ansicht der Verantwortlichen im Rathaus ein guter Anlass, um Plauen ein neues, identitätsstiftendes modernes und frisches Erscheinungsbild zu geben. Studenten der Design-Akademie Berlin haben sich deshalb im Auftrag der Stadt genau damit in ihrem aktuellen fünften Fachsemester befasst. Sie entwickelten Ideen für neue Logos, Poster, Briefe und Stadtmöbel. Die Ergebnisse sind derzeit auf zwei mal ein Meter großen Plakaten im oberen Foyer des Rathauses zu sehen. Nun sind die Plauener gefragt. Bis 2. April besteht die Möglichkeit, mittels Abstimmzettel den Favoriten zu wählen. Aus diesen Bewertungen und aus den Bewertungen einer Fachjury werden schließlich die Favoriten bestimmt. Der Plauener Stadtrat hat dann das letzte Wort.

Die meisten seiner Studenten hätten anfangs nicht gewusst, wo Plauen liegt, plauderte Gábor Kovács während der Präsentation der 18 ideenreichen Arbeiten der angehenden Kommunikationsdesigner im Rathaussaal. Kovács ist Prodekan der privaten Berliner Hochschule. Die Studenten haben zu Land und Leuten recherchiert. Entstanden sind sehr unterschiedliche Konzepte, etwa das der ursprünglich aus Chemnitz stammenden Studentin Lea Hoppe. Sie hat unter dem Motto "Neinhunnert Goahr" eine dialektale Kampagne ins Leben gerufen - mit Übersetzungs-App und überdimensionaler Zahl 900. In deren Ziffern könnten sich Plauener und deren Gäste gleichermaßen fotografieren lassen. "Ich habe Unterstützung von der Mundartschriftstellerin Sieglinde Röhn aus Zobes erhalten", dankte die Erzgebirgerin für die vogtländische Schützenhilfe. Lampenfieber hatte Lea ebenso wie ihr Kommilitone Emmanuel Item. Sein Ansatz lautet "Treue zur Tradition", und dabei meint der gebürtige Wiener nicht nur die Textilindustrie.

Das aktuelle Kommunikationsdesign der Stadt Plauen stamme aus den 1990er Jahren, sei nicht mehr zeitgemäß, so Plauens Stadtsprecherin Silvia Weck. Das Stadtjubiläum sei deshalb ein guter Anlass für ein neues, identitätsstiftendes Erscheinungsbild.

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