Neuer Aussichtspunkt beschmiert und beschädigt

Erst seit Kurzem ist der Zugang zur Metall- Plattform auf dem Schlossberg möglich. Und schon gibt es Ärger.

Plauen.

Die Freude währte nicht lange. Bereits kurz nach Freigabe der Aussichtsplattform an den Schlossterrassen schaltet die Stadt Plauen die Polizei ein. Grund: Unbekannte haben auf dem Gelände ihre Spuren hinterlassen. Sie beschmierten die Stahlplattform auf der Bastion und zerkratzten Teile der Oberfläche. Auch außerhalb des Aussichtspunktes waren sie zugange, sprühten Mauern und Bänke an. "Diese Graffiti und Einritzungen stellen eine Sachbeschädigung dar. Die Stadt Plauen wird Anzeige gegen unbekannt wegen grober Sachbeschädigung erstatten", sagt Christine Schneider, stellvertretende Fachgebietsleiterin Tiefbau im Rathaus.

Die Bastion war im vergangenen Jahr montiert worden. Erst seit August 2019 ist sie von der Kreuzung Syra-/Hammerstraße über einen neuen Gehweg erreichbar. Viele Passanten nutzen diesen beziehungsweise den Zugang über die Treppe am Amtsberg, um von der Bastion den Ausblick Richtung Elsteraue oder Johanniskirche zu genießen.

Bis Anfang 2021 soll sich rund um die Plattform noch einiges tun. Derzeit bereiten die Rathaus-Mitarbeiter den nächsten Bauabschnitt vor. Dabei stehen zunächst Ausschreibungen und Auftragsvergaben an. In die Umsetzung geht es im kommenden Jahr: Dann packen Arbeiter den Bereich an der Zufahrt zum Parkhaus der Stadt-Galerie an. Von dort entsteht der endgültige Amtsweg bis zur Bastion, zudem werden die nördlichen Kellerzugänge gestaltet. Im Herbst 2020 soll das gesamte Terrassen-Gelände noch bepflanzt werden. Die Fertigstellung ist für Anfang 2021 geplant.

Doch wie kann die Stadt die Schlossterrassen, die künftig rund um die Uhr zugänglich sein sollen, vor Vandalismus schützen? Vermutlich kaum. "Die Stadtverwaltung setzt hier auf soziale Kontrolle", so Christine Schneider.

1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    0
    BuboBubo
    06.11.2019

    Es ist ein Vorzug der Demokratie gegenüber der Diktatur, dass jedermann weitgehend ungestraft zum Ausdruck bringen kann, wes Geistes Kind er ist. So kann am Schlossberg nun auch jedermann sehen, welche rätselhafter Philosophie manch anonymer Baumarktkunde aus Plauen anhängt. Man kann diesen Spraydosenkünstlern nur gratulieren - besser als auf diese Weise dürfte man dem Ziel kaum näher kommen, seine Heimatstadt ins Abseits zu manövrieren.
    Gut gemacht, nur immer weiter so!



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