Neues Gremium ohne Kreis

Stadtrat beschließt Kriminalpräventiven Rat

Plauen.

Wie im Vorfeld erwartet, hat der Plauener Stadtrat mehrheitlich grünes Licht für einen Kriminalpräventiven Rat gegeben. Allerdings bleiben Zweifel an der sofortigen Wirksamkeit des neuen Gremiums, das über Maßnahmen und Projekte zur Vorbeugung vor Straftaten beraten soll. So gehören dazu im Wesentlichen Polizei und Stadtverwaltung, während das Landratsamt mit den Fachbehörden des Vogtlandkreises nicht vertreten ist. Darauf habe die Stadt "keinen Zugriff", sagte OB Ralf Oberdorfer (FDP) zur Ratssitzung am Dienstag und plädierte dafür, dennoch zu starten.

Zustimmung gab es von SPD/ Grünen. Ihr Fraktionschef Benjamin Zabel hätte von Landrat Rolf Keil (CDU) erwartet, das er "das Thema annimmt" - schon weil die Ausländerbehörde beim Kreis angesiedelt ist. CDU-Fraktionschef Jörg Schmidt zählte Ordnung und Sicherheit zu den wichtigsten Bürgeranliegen. Er führte das Alkoholverbot als gutes Beispiel an, da ein "gewisses Klientel" nur auf restriktive Maßnahmen reagiere. "Trotz aller Schelte hat es geholfen."

Christoph Ulrich

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Da ging Lars Legath (Linke) nicht mit, der von einer Verdrängungswirkung sprach. Ebenso kritisierte er das bisherige Fehlen der Jugendhilfe-Träger im Kriminalpräventiven Rat. Legath: "Waren zwei Monate nicht Zeit genug, um sie zu fragen?" Angesichts anderer Strukturen drohe, ein "Parallelgremium" zu entstehen. (ur)

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