Neundorf ringt um neues Bauland

Kompromiss mit Ortschaftsrat - Konzept wird erarbeitet

Neundorf.

Dass es Anfragen junger Familien nach Bauland gibt, das hört man in Sitzungen Plauener Ortschaftsräten immer wieder. Was man aber ebenfalls hört: Die Zahl der bebaubaren Flächen sei begrenzt. Im Außenbereich darf nicht gebaut werden oder nur unter bestimmten Bedingungen. Auch Neundorf ist ein bei Häuslebauern beliebter Ort. In einer Sitzung des Ortschaftsrates ist jetzt mit Verantwortlichen der Stadtverwaltung über das Thema gesprochen worden. Hintergrund war die Arbeit am Stadtkonzept 2033, in dem es auch um die Stadtbebauung geht.

Dabei machten die Neundorfer deutlich, was ihnen wichtig ist: "Bei der Entwicklung der Siedlungsstruktur sollte man auch Bereiche für den Neubau von Ein- oder Mehrfamilienhäusern ausweisen, wo es möglich ist", schlugen die Räte eine Ergänzung vor. "Das sollte aus unserer Sicht eingearbeitet werden", so Stefan Schädlich (Bürgerinitiative).


Birgit Winkler, Fachgebietsleiterin Stadtplanung und Umwelt im Rathaus, erklärt auf Anfrage dazu: "Die zur Sitzung vorgebrachten Änderungswünsche und Ergänzungen wurden eingearbeitet." Alle von den Ortsteilvertretern vorgebrachten Punkte seien berücksichtigt worden. Man habe im Entwurf für das neue Stadtkonzept mehrere Entwicklungsziele für das Wohnen definiert.

Zum einen sollen vorhandene Flächen "nachverdichtet" werden. Zudem wolle man "eine maßvolle Erweiterung der Außenbereichsgrenzen" prüfen. Dieser Punkt ist neu, seine Umsetzung aufgrund gesetzlicher Bestimmungen jedoch schwierig, erklärt Birgit Winkler. "Grundsätzlich ist eine Erweiterung der Siedlungsstrukturen schwierig, da die übergeordnete Raumordnungsbehörde nicht allein den Standort Neundorf prüft, sondern die gesamte Stadt betrachtet", erläutert die Fachgebietsleiterin. Wenn man aber die Stadt als Ganzes betrachte, so seien noch Flächen für Häuslebauer zur Nachverdichtung vorhanden. Die befinden sich allerdings "größtenteils südlich der Kernstadt". Als Beispiele nennt Birgit Winkler den Reuthübel in der Südvorstadt und Plattenhübel in Reinsdorf.

Das in einzelnen thematischen Fachgruppen mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Experten und interessierten Bürgern diskutierte Stadtkonzept wird im September oder Oktober dem neuen Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden.

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