Noch kein Sieg in diesem Jahr: VFC Plauen beurlaubt Trainer

Der Fußball-Oberligist hat am Freitag nach anhaltender Talfahrt die Reißleine gezogen. Es war eine Entscheidung, die den Verantwortlichen schwer fiel.

Plauen.

Der Fußball-Oberligist VFC Plauen hat am Freitag seinen Cheftrainer beurlaubt. "Ich habe Daniel Rupf unsere Entscheidung am Donnerstagabend persönlich mitgeteilt und empfinde dabei ein großes Unbehagen", betonte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Fischer am "Freie Presse"-Telefon. Immer wieder hatte der Verein am Coach festgehalten "und zwar auch deshalb, weil Daniel Rupf auf keinen Fall zum Sündenbock für unsere sportliche Situation werden soll", fügte Ulrich Fischer hinzu. Zugleich aber bleibt den VFC-Verantwortlichen nach Fischers Worten keine andere Möglichkeit mehr, als diese unpopuläre Entscheidung zu treffen.

"Wir haben in diesem Jahr noch kein einziges Spiel gewonnen und zuletzt vier Spiele in Folge nicht einmal ein Tor geschossen. Ich kann nicht sehenden Auges absteigen, ohne etwas zu tun", begründet der neue Vereins-Chef diesen Schritt. Bis zum Saisonende wird der bisherige Co-Trainer Falk Schindler das Traineramt übernehmen. Die Plauener rangieren in der Tabelle sieben Spieltage vor Schluss mit 24 Punkten auf Rang zwölf. Aus der 16er Liga steigen am Saisonende neben Wismut Gera (freiwilliger Rückzug) mindestens noch die beiden Letzten ab. Der VFC hat nur noch drei Punkte Vorsprung zum Tabellenvorletzten VfL Halle. Die Talfahrt hatte nach dem 10. Spieltag begonnen. Zu dem Zeitpunkt waren die Vogtländer Fünfter.

Daniel Rupf nahm die Beurlaubung enttäuscht, aber gefasst zur Kenntnis. "Uns haben in ganz vielen Spielen immer nur Kleinigkeiten gefehlt, aber wenn man nie gewinnt, dann muss meistens der Trainer gehen", stellte Daniel Rupf auf Nachfrage fest. Den letzten Sieg feierten die Plauener am 2. Dezember 2018 gegen Einheit Rudolstadt (4:1). Danach gelangen in acht Spielen nur noch vier Unentschieden.

Rupf hatte das Amt im Januar 2018 in schwieriger Situation übernommen und wurde mit dem VFC letztlich Vierter. Es war die beste Platzierung seit der Vereins-Insolvenz (Dezember 2014). Der VFC Plauen teilt nach langen Sitzungen mit: "Wir müssen alles Machbare tun, um den Abstieg zu verhindern." Vereins-Chef Ulrich Fischer betonte am Freitagnachmittag ausdrücklich: "Ich wünsche Daniel Rupf alles Gute für die Zukunft und bedanke mich für seine Loyalität zum Verein und sein Engagement."

Für den VFC geht es unterdessen weiter. Er empfängt Sonntag, 14 Uhr den VfB Krieschow.

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