Notarzt-Einsätze seit Jahresbeginn teurer

Retter erhöhen die Preise für ihre Fahrten - Krankenkassen zahlen für die Pauschalen - Neue Rettungswachen

Plauen.

Seit Jahresbeginn gelten beim Rettungszweckverband Südwestsachsen neue Preise. Ein Einsatz des Rettungswagens kostet jetzt 532,60 Euro, das Notarzteinsatz-Fahrzeug 283,70 Euro.

Für Fahrten mit dem Krankentransportwagen berechnet der Zweckverband nun 121 Euro, so Geschäftsführer Jens Leistner: "Diese Kosten rechnen wir in der Regel direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen ab." Bei den Preisen handele es sich um Pauschalen, die unabhängig davon sind, wie weit es die Retter bis zum Einsatzort haben und wie lange der Einsatz dauert. Ausnahme sind Fernfahrten mit dem Krankentransportwagen, etwa, um Patienten in entferntere Reha-Kliniken zu verlegen. Für diese fallen ab dem 151. Kilometer weitere Gebühren an.

Die Kosten werden jedes Jahr mit den Krankenkassen verhandelt, so Leistner. Im Vergleich zu 2018 handelt es sich um einen Anstieg zwischen sieben und acht Prozent je nach Einsatzfahrzeug. Leistner zufolge haben die Firmen, die in der Region die Rettungswachen besetzten, etwa die Falck-Gruppe und die Johanniter, in ihren Verträgen mit dem Rettungszweckverband diese Preisanstiege zum Teil bereits festgeschrieben.

Deckeln will Leistner mit der Preiserhöhung auch den Bau von fünf neuen Rettungswachen in seine Gebiet, zu dem der Vogtlandkreis und der Landkreis Zwickau gehören. Im Vogtland sollen demnächst in Adorf und Reichenbach neue Wachen gebaut werden und die alten ersetzen. (manu)

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