Nur leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vogtland

Im Mai 38 Erwerbslose mehr als im Vormonat - Gegenüber dem Vorjahreszeitraum aber deutlicher Anstieg

Plauen.

Im Mai konnte der regionale Arbeitsmarkt stets von der üblichen Frühjahrsbelebung profitieren. Das ist nun wegen der Coronakrise anders. Die gute Nachricht: Die Arbeitslosigkeit ist im Mai diesen Jahres nur leicht gestiegen, Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze und erste Tendenzen einer Stabilisierung werden sichtbar, bilanzierte am Mittwoch die Plauener Agenturchefin Petra Schlüter für den vogtländischen Arbeitsmarkt. Im Mai habe es deutlich weniger Zugänge aus Erwerbstätigkeit als noch im April gegeben. Allerdings: "Besonders im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich die negative Entwicklung mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um fast 23 Prozent", so Schlüter. Aber auch die Abgänge in Erwerbstätigkeit hätten im Mai stark nachgelassen und würden die angespannte Situation deutlich machen.

Im Agenturbezirk waren im Mai 6592 arbeitslose Frauen und Männer gemeldet, 38 oder 0,6 Prozent mehr als im April. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 1224 Arbeitslose mehr.

Der vogtländische Arbeitsmarkt ist laut Schlüter vor der Coronapandemie wesentlich robuster geworden: "Vor Jahren hätte dieser Einschnitt sich drastischer auf die Beschäftigung ausgewirkt", sagte sie. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen gehe zurück, wenngleich die Stellenmeldungen im Mai wieder zugenommen hätten. (bju)

Arbeitslosenquote im VogtlandPlauen7,3 %(7,1 %) Auerbach4,8 %(4,8 %) Klingenthal4,0 %(4,0%) Oelsnitz4,3 %(4,5 %) Reichenbach5,5 %(5,5 %) Vogtland gesamt5,8 %(5,7 %) (in Klammern April 2020)

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