Orgelvesper bietet eine besondere Premiere

Musikkreis mit Initiative - KMD Ronald Gruschwitz spielte auf beiden Orgeln

Oelsnitz.

Organisiert vom Musikkreis der lokalen Kirchgemeinde, hat am Samstag in der St. Jakobikirche Oelsnitz eine Orgelvesper stattgefunden. Gegründet hat sich der Musikkreis in der Kirchgemeinde Ende des vergangenen Jahres. Warum, erklärte Gabriela Daßler, die neben André Schlag, Daniel Nötzold und Christiane Stolzenberger zu den Initiatoren gehört, so: "Als es feststand, dass Kantor Ronald Gruschwitz unsere Kirchgemeinde verlassen und künftig als Kirchenmusikdirektor für das ganze Vogtland zuständig sein wird, wollten wir trotzdem etwas für das musikalische Leben vor Ort tun. Jeden Monat sollte deshalb ein Konzert stattfinden."

Die Corona-Krise setzte das Vorhaben zunächst auf Eis. Ein Orgelkonzert mit dem Kantor der Frauenkirche in Dresden, Matthias Grünert, musste für den April schweren Herzens abgesagt werden, ebenso ein Konzert mit dem Saxofon-Quintett aus Klingenthal für den Mai. Es steht nach Worten von Gabriela Daßler bereits fest, dass beide Konzerte nachgeholt werden - wann, das ist aber noch nicht geklärt. "Das alles ist sehr schade. Wir hatten auch einige Konzerte mit Chören der Stadt geplant. Da wissen wir überhaupt noch nicht, ob und wann das möglich sein wird. Wir hoffen auf den Herbst."

Zwei notwendig gewordene Absagen - so war denn die Orgelvesper mit Ronald Gruschwitz am Samstag für den Musikreis eine Premiere. Für den "Heimkehrer" auch noch in anderer Beziehung: "Ich habe schon oft auf der großen Jehmlich-Orgel gespielt, auch auf der kleinen Orgel von der Firma Wünning aus Großolbersdorf. Auf beiden in einer Veranstaltung noch nie." Das finde er sehr reizvoll, es sei aber auch eine Herausforderung, weil die Instrumente unterschiedlich zu spielen seien.

"Die kleine Orgel hat beispielsweise eine mechanische Traktur im Gegensatz zur Jehmlich-Orgel." Für Ronald Gruschwitz - assistiert von Ulrike Persing - ein Grund, den Klang beider Orgeln in Einklang zu bringen. Er stellte das Programm unter die Überschrift "Variationen" und spannte den Bogen vom Barock über die Spätromantik bis zum Impressionismus. Unter anderem erklangen Werke von Johann Pachelbel, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, César Franck und Maurice Duruflé.

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