Parkchaos an der Rilkestraße: Jetzt soll Sperrfläche kommen

Auf dem Gehweg parkende Autos in Althaselbrunn haben kürzlich einen Feuerwehreinsatz behindert. Die Stadtverwaltung will nun reagieren. Auch ein Verein macht Vorschläge, um das Problem zu lösen.

Plauen.

Sperrflächen sollen noch in diesem Monat an der Rilkestraße am Rande von Althaselbrunn aufgebracht werden. Darüber informierte jetzt die Plauener Straßenverkehrsbehörde. Geplant sei eine entsprechende Markierung auf dem Boden.

Die Stadtverwaltung reagiert damit auf eine von Anwohnern geäußerte Kritik. Sie hatten moniert, dass es in dem Gebiet regelmäßig ein Parkchaos gebe. Ende März hätte dies beinahe verheerende Folgen gehabt: Weil Autos bisher halb auf dem Gehweg parken durften, kamen die Feuerwehrmänner während eines Brandes nicht an die Verschlussdeckel der Hydranten heran.

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Eine solch brenzlige Situation soll sich nicht wiederholen. Plauens Baubürgermeister Levente Sárközy kündigte an, dass auch die Parkordnung, falls erforderlich, so verändert werden müsse, dass künftige Feuerwehreinsätze durch Parkende nicht behindert werden.

Dass bei dem Brand alles zugeparkt war, lag aber offenbar nicht nur am Wochenende und der frühen Uhrzeit. "Nein, das ist hier immer so - wie in Wildwest", berichteten Anwohner. Besonders chaotisch gehe es ihren Angaben nach zu, wenn Eltern ihre Kinder zur benachbarten Elterninitiative Hilfe für Behinderte im Vogtland bringen oder sie holen. Dies war aber am Tag des Brandes nicht der Fall. Die Geschäftsstelle hatte geschlossen.

Vereins-Geschäftsführein Petra Roth sind die Anschuldigungen dennoch nicht neu. Sie versteht die Vorwürfe. Ab und zu klemmen Zettel unter dem Scheibenwischer mit Aufforderungen wie: "Bitte die eigenen Parkplätze nutzen." Eine eigene Fläche mit fünf Parkplätzen, die gibt es auch, direkt vor der Haustür in der Rilkestraße 16. "Wir haben das 2001 auf unsere eigenen Kosten errichtet", sagt Roth. Wenn man aber bedenke, dass die Elterninitiative 13 Wohnungen gemietet hat und zu jeder davon ein Auto gerechnet wird, wäre mehr Bedarf da, räumt sie ein. Auch, dass es in der Vergangenheit manchmal gerade bei Abfahrten zu Urlaubsreisen etwas chaotisch zugehe, bestätigt Roth. Doch darauf habe man bereits vor Jahren reagiert: Der Treffpunkt sei jetzt ein Gelände am Essigsteig. Mieter würden dort nicht beeinträchtigt. Mitarbeiter Steve Hübner stellt sein privates Auto selbst auf dieses Schotter-Areal oberhalb der vom Verein gemieteten Häusergruppe. Ein öffentlicher Parkplatz ist das nicht. Wenn es regnet, wird es schlammig. "Das könnte sicher mal richtig befestigt werden", wünscht sich Hübner.

Seitens der Initiative gehen die Vorschläge sogar noch weiter: Treppenzugänge zu den Häusern wären nicht schlecht, heißt es. Von der Schaffung befestigter Parkplätze entlang der Straße bis hin zur Einbahnstraßenregelung reichen die Ideen. Die Verwaltung habe es nun in der Hand.

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