Parkplatz an der Drachenhöhle Syrau bleibt vorerst wie er ist

Weil die Baukosten den finanziellen Rahmen sprengen würden, hat der Rosenbacher Gemeinderat jetzt die Notbremse gezogen. Dennoch tut sich etwas an der beliebten Touristenattraktion.

Syrau.

Das Areal rund um die Syrauer Drachenhöhle, die von Besuchern aus ganz Deutschland besucht wird, soll aufgewertet werden. Das plant die Gemeinde Rosenbach. Der Springbrunnen im kleinen Park gegenüber des Höhleneingangs wird mit drei Gestaltungselementen versehen, passend zum Thema Drachenspuren. Dieser erste Bauabschnitt soll dieses Jahr realisiert werden, die Bauarbeiten wurden bereits an ein Unternehmen vergeben. Rund 48.000 Euro brutto werden investiert, wobei eine finanzielle Förderung durch das Leader-Programm genutzt wird. Die Kommune hatte für den Eigenbetrieb Drachenhöhle und Windmühle Syrau den Förderantrag gestellt. Außerdem werden Mittel des Eigenbetriebes Drachenhöhle Windmühle Syrau eingesetzt.

Der zweite Bauabschnitt indes bereitet Probleme finanzieller Art. Die bereits erfolgte öffentliche Ausschreibung mit zwei Bauleistungsvergaben hob der Gemeinderat Rosenbach jetzt bei einer Stimmenthaltung und einer Nein-Stimme auf. Als Grund für die Aufhebung nannte Bürgermeister Michael Frisch die Kosten, welche weit über der Planung lagen. "Die Finanzierung ist nicht mehr gesichert." Deshalb wolle man die Planung überarbeiten lassen und nur noch eine zusammengefasste, neue Ausschreibung anstreben. "Die Planung hat uns Geld gekostet, wir sollten das Ingenieurbüro dazu befragen", kritisierte Gemeinderat Gerd Wunderlich. "Ich gehe davon aus, dass es dann dieses Jahr nichts mehr mit den Bauarbeiten wird." Hoffentlich falle das der Gemeinde nicht auf die Füße, wenn es nächstes Jahr eventuell teurer werde, so Wunderlich.

"Die neue Ausschreibung wird anders sein", sagte Luz Woratsch von der Verwaltung. Es soll auch keine neue Planung geben, sondern die vorliegende wird überarbeitet. "Fördergegenstand ist der Höhlenpark für Kinder und Familien." Den kleinen Parkplatz vor der Drachenhöhle müsse man weglassen. Die Kosten dürften 40.000 Euro nicht übersteigen. Die Ausschreibung hatte 60.000 Euro ergeben, und das betrifft das wirtschaftlichste Angebot.

Heidrun Bauer, die seit 27 Jahren für den Eigenbetrieb tätig ist, sagte, dass es bei der Neugestaltung in erster Linie um den Höhlenpark gehen soll. Um Erdarbeiten mit Wegebau und ähnlichem. Der Parkplatz mit Anbindung an die Straße wäre teurer geworden, als zuvor gedacht. Bei der Förderung, die inzwischen bestätigt vorliegt, gehe es zudem um den Schwerpunkt Familien und Kinder. "Die Kinder hatten sich eine Kletterfelsen gewünscht. Die Freilichtbühne steht auch in Frage." Diese sollte erneuert werden, da an der Bühne und den Sitzreihen der Zahn der Zeit genagt hat. Laut Förderbescheid muss das Projekt erst bis zum 31. März 2022 fertiggestellt sein.

Der Höhlenpark hält indes bereits so einige Attraktionen bereit: Kinderspielplatz und Imbiss, ein Insektenhotel mit Schautafel nahe des Springbrunnens gegenüber des Höhleneinganges. Beliebt ist auch der Erlebnisgarten "Terra Viva - Lebendige Erde". Oben am Aussichtspunkt steht die Bücher-Telefonzelle "Leseinsel", eine Bank daneben lädt zum Schmökern ein.

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